USA unterbrechen Suche
Aktualisiert

USA unterbrechen Suche

Wegen des angespannten Klimas zwischen Washington und Pjöngjang haben die USA ihre Suche nach Überresten vermisster Soldaten des Koreakriegs in Nordkorea ausgesetzt.

Angesichts der Atomwaffenpläne Nordkoreas und der Weigerung Pjöngjangs, die Sechs-Nationen-Gespräche im Atomstreit wieder aufzunehmen, sei es derzeit besser, kein US-Team in dem Land zu haben, sagte Pentagon-Sprecher Lawrence DiRita am Mittwoch in Washington.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe die Unterberchung der Massnahme empfohlen. Die Teams arbeiteten «unter hohem Risiko», sagte DiRita.

Ursprünglich hatte am Samstag ein neues Team nach Nordkorea reisen sollen, um nach Überresten von Soldaten zu suchen, von denen seit dem Koreakrieg (1950-1953) jede Spur fehlt. Seit 1996 starteten bereits 33 Suchmissionen.

Bislang war die Massnahme nur einmal, von Oktober 2002 bis Juni 2003, ausgesetzt worden, nachdem Nordkorea behauptet hatte, im Besitz der Atombombe zu sein.

Seit Juni vergangenen Jahres boykottiert Pjöngjang die Sechs- Nationen-Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm, an denen neben den USA auch Russland, Japan, Südkorea und China teilnehmen.

(sda)

Deine Meinung