USA verhindert UNO-Resolution gegen Israel
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USA verhindert UNO-Resolution gegen Israel

Nach der Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin durch Israel haben sich Vertreter der Palästinenser und Israels im UNO-Sicherheitsrat in New York einen Schlagabtausch geliefert. Eine Verurteilung des Anschlags wurde dadurch verhindert, dass die USA mit dem Veto drohten.

Der Palästinenser-Vertreter bei den Vereinten Nationen, Nassir el Kidwa, appellierte an die internationale Gemeinschaft, dem Kriegstreiben Israels ein Ende zu setzen. Dagegen warf der israelische UNO-Botschafter Dan Gillerman dem UNO-Gremium Einseitigkeit vor.

Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates hatten sich mangels einer Einigung über eine gemeinsame Reaktion zu einer offenen Debatte über die Tötung des Hamas-Gründers entschieden. Beratungen hinter verschlossenen Türen hatten keine gemeinsame Erklärung gebracht.

Wie aus diplomatischen Kreisen verlautete, hatten die USA indirekt damit gedroht, eine Verurteilung des israelischen Anschlages auf den greisen Scheich mit ihrem Veto zu blockieren.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush Israel das Recht zugestanden, sich gegen die Hamas zu verteidigen. Die Regierung sollte aber «die Konsequenzen bedenken», sagte Bush, der sich damit erstmals persönlich zur Tötung von Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin durch die israelische Armee äusserte. (sda)

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