Aktualisiert 14.07.2012 01:19

Massaker in SyrienUSA verlangen Konsequenzen

US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte am Freitag, es lägen unbestreitbare Hinweise vor, dass «das Regime vorsätzlich unschuldige Zivilisten ermordet hat» und forderte Konsequenzen für Assad.

«Sicherheitsrat muss reagieren»: US-Aussenministerin Hillary Clinton.

«Sicherheitsrat muss reagieren»: US-Aussenministerin Hillary Clinton.

Der UNO-Sicherheitsrat müsse handeln, um die Gewalt zu stoppen, forderte Clinton am Freitag. «Die Geschichte wird über diesen Rat richten», sollte er nicht handeln. Sie forderte auch eine sofortige Waffenruhe in der Gegend um Tremseh, um UNO-Beobachtern den Zugang zu ermöglichen.

In Tremseh verübten regierungstreue Truppen Oppositionellen zufolge ein Massaker an der Bevölkerung. Die Zahl der Toten wird mit mindestens 150 angegeben. Andere Quellen sprechen sogar von bis zu 250 Toten.

Zweifel an der Zusage zum Friedenplan

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Vorfälle und sprach von einem rücksichtlosen Einsatz schwerer Artillerie. Die Berichte schürten ernsthafte Zweifel an der Zusage von Präsident Assad zum Friedensplan, den der Sondervermittler Kofi Annan vorgelegt hat, betonte Ban.

Das UNO-Gremium ist allerdings tief zerstritten zwischen westlichen Staaten, die seit langem auf ein härteres Vorgehen gegen Assad drängen und den Vetomächten Russland sowie China, die den Staatschef vor scharfen Resolutionen bewahrt haben.

(sda)

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