Aktualisiert 18.06.2019 05:12

Konflikt mit Iran

USA veröffentlichen neue brisante Fotos

Neue Fotos sollen belegen, dass die Verantwortung für die Tanker-Angriffe im Golf von Oman beim Iran liegen. Die USA schicken 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten.

von
fal/chk
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Zu «Verteidigungszwecken» schicken die USA zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten: Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit dem Kampfunterstützungsschiff USNS Arctic. (Archivbild)

Zu «Verteidigungszwecken» schicken die USA zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten: Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit dem Kampfunterstützungsschiff USNS Arctic. (Archivbild)

Keystone/US Navy
Dieses Bild soll zeigen, dass iranische Revolutionsgarden an einem Tanker beschäftigt gewesen sind. (17. Juni 2019)

Dieses Bild soll zeigen, dass iranische Revolutionsgarden an einem Tanker beschäftigt gewesen sind. (17. Juni 2019)

Keystone/US-Verteidigungsministerium
Die Aufnahmen sind von einem US-Helikopter aus gemacht worden.

Die Aufnahmen sind von einem US-Helikopter aus gemacht worden.

Keystone/US-Verteidigungsministerium

US-Präsident Donald Trump schickt im eskalierenden Konflikt mit dem Iran rund 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Die Soldaten würden zu «Verteidigungszwecken» in die Region entsandt, teilte der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Montag mit.

Shanahan betonte zugleich: «Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem Iran an.» Die zusätzlichen Soldaten und Sicherheitskräfte sollen Überwachungs- und Geheimdienstaufgaben übernehmen. Die USA haben bereits Raketengeschosse, Flugzeuge und Schiffe in der Region.

Die USA machen den Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman am vergangenen Donnerstag verantwortlich. Teheran weist das zurück.

In der Mitteilung Shanahans hiess es, die jüngsten Angriffe bestätigten Geheimdienstinformationen über das feindselige Verhalten durch die iranischen Streitkräfte und ihre verbündeten Gruppen. Mit der Entsendung der zusätzlichen Truppen sollten US-Soldaten und nationale Interessen der USA in der Region geschützt werden.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen seit Monaten zu. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der «anhaltenden Bedrohung» durch iranische Kräfte um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt, was Sorgen vor einem militärischen Konflikt aufkommen liess.

Neue Fotos

Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Donnerstag neue Fotos zu den Angriffen auf die beiden Öltanker im Golf von Oman, die die Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionsgarden belegen sollen. Die Bilder zeigen nach Pentagon-Angaben unter anderem das Loch, das eine Haftmine oberhalb der Wasserlinie in den Rumpf eines der Öltanker namens Kokuka Courageous gerissen haben soll.

Die USA veröffentlichten laufende Bilder, um die angebliche Schuld des Irans am Anschlag auf zwei Öltanker zu belegen. (Video: Tamedia)

Ein weiteres der insgesamt elf neuen Fotos vom Montag zeigt nach US-Darstellung Rückstände einer weiteren, nicht explodierten Haftmine, die nach dem Angriff von Soldaten der Revolutionsgarden vom Schiffsrumpf entfernt worden sein soll, um Beweise zu vernichten. Auf einem von einem US-Hubschrauber aus aufgenommenen Foto soll das Schnellboot mit den Soldaten zu sehen sein, die die Mine entfernten.

Keine geschlossene Haltung der EU

Bereits am Donnerstag hatte das US-Zentralkommando Centcom, das die amerikanischen Truppen im Nahen Osten führt, ein Video veröffentlicht, das die Entfernung der Haftmine zeigen sollte. Das Pentagon machte am Montag erneut den Iran für die Angriffe verantwortlich. Als Begründung führte das Ministerium das Video an – und die «Ressourcen und Kenntnisse, die nötig sind, um die nicht explodierte Haftmine zu entfernen».

Die US-Regierung hatte den Iran bereits am Tag der Angriffe für die Attacken verantwortlich gemacht. In der EU zeichnet sich aber keine geschlossene Unterstützung für die Haltung der USA ab. (fal/chk/sda)

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