Umdenken: USA verzichten auf Schimpansen-Versuche
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UmdenkenUSA verzichten auf Schimpansen-Versuche

Jetzt wollen auch US-Forscher den nächsten Verwandten des Menschen Respekt zollen. Sie stoppen Experimente mit rund 310 Tieren. 50 weitere Tiere bleiben allerdings in «Reserve».

von
kmo
Müssen nicht mehr als Versuchskaninchen herhalten: Schimpansen in den USA.

Müssen nicht mehr als Versuchskaninchen herhalten: Schimpansen in den USA.

Tierversuche mit Menschenaffen sind in der EU schon seit mehr als 20 Jahren verboten - nun will auch die wichtigste US-Behörde für biomedizinische Forschung nachziehen. Die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA haben am Mittwoch angekündigt, dass in den nächsten Jahren rund 310 Schimpansen aus den Versuchsreihen ausscheiden sollen. Aber 50 weitere Tiere, die der Regierung gehören, sollen als «Reserve» dienen: Für Experimente und Forschungen, die angeblich nur an ihnen durchgeführt werden können.

Wo sollen sie jetzt hin?

Zur Begründung ihres Umdenkens erklärten die Institute, die nächsten Verwandten der Menschen verdienten «besonderen Respekt». Nun beginne eine «teilnahmsvollere Ära», versprach Institutsdirektor Francis Collins. Wo die «befreiten» Affen in den kommenden Jahren unterkommen sollen, ist noch unklar. Eine Möglichkeit sei das Reservat «Chimp Haven» in Louisiana, erklärten die Institute. Dort sei aber bei weitem nicht genug Platz für alle 310 Schimpansen. (kmo/sda)

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