Aktualisiert 24.06.2004 07:01

USA warnen vor tausenden Toten in Sudan

Im sudanesischen Bürgerkriegsgebiet Darfur könnten der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID) zufolge innerhalb der kommenden neun Monate rund 350.000 Menschen sterben.

Diese Zahl sei nur eine vorsichtige Schätzung, sagte USAID-Sprecher Andrew Natsios am Mittwoch in New York. Amerikanische Luftaufnahmen zeigten, dass fast 400 Dörfer in Darfur grösstenteils zerstört seien, und in jedem Flüchtlingslager komme es zu Gefechten und Kämpfen.

Für die Übergriffe sei die sudanesische Regierung verantwortlich, erklärte Natsios nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Kofi Annan. Berichte der UN und der USA vor Ort zeigten, dass sudanesische Soldaten mit den so genannten Janjaweed-Milizionären in Verbindung stünden. «Sie statten sie mit Waffen aus, sie benutzen sie, und jetzt müssen sie sie stoppen», sagte Natsios. (dapd)

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