Finanzkrise: USA wollen Bankgeheimnis zerschlagen
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FinanzkriseUSA wollen Bankgeheimnis zerschlagen

In einem Bericht über Steuerparadiese wird die Schweizer Grossbank UBS beschuldigt, die Steuerhinterziehung in den USA unterstützt zu haben. Zwei UBS-Manager müssen zum Hearing antraben.

«Die Steuerparadiese sind in einen Wirtschafts-Krieg gegen die USA verwickelt», sagte der demokratische Senator Carl Levin, Präsident der zuständigen Subkommission, bei der Präsentation des Berichts gestern, einen Tag vor der Anhörung von zwei UBS-Mitarbeitern. «Wir sind entschlossen, die Mauer des Bankgeheimnisses zu zerschlagen».

Gemäss dem Bericht gehen dem Land jährlich rund 100 Milliarden Dollar durch Steuerhinterziehung verloren. Allein die UBS beherberge in der Schweiz 19 000 Konten von amerikanischen Kunden mit Geldern in der Höhe von 17 Milliarden Dollar.

In dem Bericht wird beschrieben, wie die UBS und die liechtensteinische LGT amerikanischen Steuerzahlern dabei geholfen haben sollen, Steuern zu hinterziehen. Nach Angaben der Senatoren kooperiert die UBS mit den US-Behörden. Die LGT jedoch weigere sich, vor der Untersuchungskommission auszusagen.

Dort sollen heute die beiden UBS-Angestellten Martin Liechti und Mark Branson als Zeugen in der Steueraffäre auftreten. Das Hearing ist ein neuer Höhepunkt in den laufenden Ermittlungen der USA gegen die Schweizer Grossbank. (sda)

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