Balkan: USA wollen sich verstärkt engagieren
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BalkanUSA wollen sich verstärkt engagieren

Zum Auftakt einer dreitägigen Reise durch den Balkan ist US-Vizepräsident Joe Biden in Bosnien eingetroffen. Die Reise ist nach US-Angaben Ausdruck eines verstärkten Engagements Washingtons in der Region.

In Sarajevo wollte Biden das dreiköpfige Staatspräsidium treffen und zu getrennten Gesprächen mit dessen bosnisch-muslimischem Mitglied, Haris Silajdzic, und dem bosnisch-serbischen Ministerpräsidenten Milorad Dodik zusammenkommen. Am Mittwoch fliegt Biden nach Serbien, am Donnerstag wird er im Kosovo erwartet. Begleitet wird Biden vom EU-Aussenbeauftragten Javier Solana.

Die USA hatten nach dem Bosnien-Krieg von 1992 bis 1995 das Friedensabkommen von Dayton vermittelt, mit dem das Land in eine bosnisch-serbische Republik und eine Föderation der bosnischen Muslime und Kroaten aufgeteilt wurde. Zwischen beiden Seiten bestehen aber noch immer erhebliche Differenzen, unter anderem mit Blick auf einen angestrebten EU-Beitritt. Die USA wollten der Region neuen Schwung vermitteln, erklärte der US-Botschafter in Bosnien, Charles English, in der vergangenen Woche. (dapd)

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