Kantonsrat sagt Ja: Uster bekommt neue Kantonsschule
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Kantonsrat sagt JaUster bekommt neue Kantonsschule

Der Zürcher Kantonsrat hat grünes Licht gegeben für den Bau der Kantonsschule Uster. Der Neubau und die Sanierung des Bildungszentrums kosten über 70 Millionen Franken.

von
ann

Jetzt ist es definitiv: Uster bekommt für 73,7 Millionen Franken eine neue Kantonsschule. Der Rat hat dem Antrag zugestimmt. Für eine Photovoltaikanlage sowie den Einbau einer Wärmepumpe erhöhte er den Antrag des Regierungsrats um 1,4 Millionen Franken.

Das Projekt war im Parlament unbestritten. Vor bald neun Jahren hatte der Rat den Grundsatzbeschluss gefällt, in Uster eine Kantonsschule zu errichten.

«Gelungenes und ausgewogenes Projekt»

In das Projekt einbezogen wurden die auf demselben Areal liegenden Schulen, die Gewerblich-Industrielle Berufsschule, die Wirtschaftsschule KV Uster und die Höhere Fachschule. «Was lange währt, wird endlich gut», war am Montag der Tenor im Rat. Quer durch die Parteien war man sich einig, ein «gelungenes und ausgewogenes» Projekt zu bewilligen.

Die SVP wollte auf die Photovoltaikanlage und die Wärmepumpe verzichten. Ihr Antrag wurde jedoch abgelehnt. Ebenfalls keine Chance hatte der Versuch der Grünen, den Kredit durch eine Reduktion der geplanten Parkplätze zu senken. Der Antrag der zuständigen Kommissionen, die 73,7 Millionen Franken beantragten, wurde mit 97 Stimmen bewilligt. 50 Stimmen fielen auf den Antrag der SVP und lediglich die 22 Kantonsrätinnen und Kantonsräte der Grünen und AL wollten auf die Parkplätze verzichten.

Regierungsrat wollte auf Solaranlage verzichten

Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) betonte, dass der Regierungsrat nur mit Rücksicht auf die kantonalen Finanzen auf die Photovoltaikanlage und die Wärmepumpe verzichtet habe. Sie sei froh, dass sich das Ergebnis eines langen und teilweise komplizierten Projekts jetzt sehen lassen könne.

Die Kantonsschule soll auf dem Areal des bestehenden Berufsfachschulhauses gebaut werden. Der Neubau umfasst rund 9000 Quadratmeter und wird im Minergie-Eco-Standard gebaut. Die Energieversorgung erfolgt über Erdsonden, die im Sommer als Kühlquelle dienen. Aula, Mensa, Mediothek und Sportbereich werden von allen Schulen genutzt.

Heute gibt es auf dem Areal eine provisorische Pavillonanlage der Kantonsschule, die von rund 500 Schülerinnen und Schülern der früheren Kantonsschule Glattal besucht wird. Im Bildungszentrum gehen insgesamt über 2600 Jugendliche zur Schule. (ann/sda)

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