Uster droht 2005 ein Defizit von 5 Millionen
Aktualisiert

Uster droht 2005 ein Defizit von 5 Millionen

Die Stadt Uster rechnet für 2005 mit einem Defizit von 4,95 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 98 Prozent, wie es im am Dienstag veröffentlichten Voranschlag heisst.

Wegen der Abschaffung der Handänderungssteuer wurde der Steuerfuss bereits auf den 1. Januar 2004 um 2 auf 98 Prozent erhöht. Zusammen mit dem Steuerfuss der Oberstufenschulgemeinde von 19 Prozent kommt Uster auf 117 Prozent.

Das Kantonsmittel fürs nächste Jahr beträgt zwar 113 Prozent, Uster ist aber wegen des hohen Eigenkapitals weit davon entfernt in den «Genuss» eines Steuerfussausgleichs zu kommen, wie es im Kommentar zum Budget weiter heisst.

Zudem rechnet die Stadt Uster, dass wegen der abgeschafften Handänderungssteuer weitere Gemeinden den Steuerfuss auf 2005 erhöhen werden. Dieses Jahr konnten erst Parlamentsgemeinden darauf reagieren.

Geld für Infrastrukturanlagen

Bei einem Aufwand von 173,9 Millionen Franken und einem Ertrag von 169 Millionen rechnet Uster für 2005 mit einem Defizit von 4,95 Millionen. Die Nettoinvestitionen betragen 16,46 Millionen, das meiste Geld fliesst in Infrastrukturanlagen wie die ARA Uster, den Strassenbau und Schulhaussanierungen.

Die Investitionen können lediglich zu 29,9 Prozent selbst finanziert werden; im Jahr 2002 wurden sie noch zu 100 Prozent eigenfinanziert. Das Eigenkapital der Stadt Uster reduziert sich bis Ende 2005 auf 90,7 Millionen. Gemäss Hochrechnung fürs laufende Jahr wird es Ende 2004 noch bei knapp 99 Millionen liegen. (sda)

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