Uster: Volksinitiative verlangt Tempo 30 in Wohnquartieren
Aktualisiert

Uster: Volksinitiative verlangt Tempo 30 in Wohnquartieren

In Uster verlangen die SP und die EVP mit einer Volksinitiative die Einführung von Tempo 30 in Wohnquartieren.

Ein vom Stadtrat bereits erarbeitetes Konzept solle nun auch umgesetzt werden.

Die Initianten versprechen sich von den Tempo-30-Zonen mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer. Es sei aber auch ein Beitrag zur Förderung der Standortgunst als Wohngemeinde, hiess es an einer Medienorientierung vom Dienstag. 600 Unterschriften sind für das Zustandekommen der Initiative nötig.

Tempo 30 in Wohnquartieren beschäftige die Ustermer Politik schon seit bald zehn Jahren, sagte SP-Gemeinderat und Kantonsrat Stefan Feldmann. Bislang seien aber erst zwei Tempo-30-Zonen realisiert worden.

Im letzten Jahr habe der Stadtrat aufgrund von mehreren Begehren und Vorstössen im Gemeinderat ein «konzeptionell und finanziell pragmatisches Konzept» für die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Wohnquartieren erarbeitet. Leider habe der Stadtrat dann aber von der Umsetzung abgesehen.

Das Konzept sieht 39 Tempo-30-Zonen vor. Bei den Einfahrtsstrassen sollen sie durch «Tore» gekennzeichnet werden. Weitere Massnahmen zur Umsetzung würden dagegen «zurückhaltend und zumeist provisorisch» erstellt, sagte EVP-Fraktionschef Christian Hardmeier. So seien Schwellen und «andere Schickanen» nicht vorgesehen.

Das Konzept soll schrittweise umgesetzt werden. Der Stadtrat rechnet mit Kosten von 1,66 Millionen Franken. Im Vergleich zu anderen Gemeinden ist das Ustermer Konzept laut SP-Gemeinderat Marc Meyer mit 55 Franken pro Einwohnerin und Einwohner sehr kostengünstig.

(sda)

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