Aktualisiert 22.04.2014 14:39

Warmer FrühlingUzner Störche erwarten so viel Nachwuchs wie nie

Die Uzner Störche spüren offenbar den extrem warmen Frühling. Noch nie brüteten so viele Paare so früh wie in diesem Jahr.

von
taw
Weissstörche am Lützelsee bei Hombrechtikon. Das Bild zeigt ein Strochenpaar vom letzten Jahr: Damals war das Wetter schlecht, und nur ganz wenige Jungtiere überlebten. Heuer sieht es viel besser aus.

Weissstörche am Lützelsee bei Hombrechtikon. Das Bild zeigt ein Strochenpaar vom letzten Jahr: Damals war das Wetter schlecht, und nur ganz wenige Jungtiere überlebten. Heuer sieht es viel besser aus.

In diesen Tagen brüten in Uznach 35 Storchenpaare – eine rekordhohe Zahl. In Sachen Wohnlage sind sie allerdings wählerisch: Fast alle Paare haben sich nämlich für das Gebiet rund um die Kreuzkirche entschieden. Dieses Jahr seien sie schon früh gekommen, sagt Bruno Bachmann, Präsident des Storchenvereins Uznach gegenüber der «Südostschweiz».

Klima entscheidend

Dass das Klima vor allem für die Jungtiere ein entscheidender Faktor ist, wurde letztes Jahr auf besonders drastische Weise deutlich: Von 60 geschlüpften Tieren überlebten gerade einmal drei (20 Minuten berichtete). Schuld daran war der nasskalte Frühling, der den Vögeln massiv zusetzte. Die Jungstörche sind entweder an den Folgen einer Lugenentzündung gestroben oder verhungert. Bachmann sagte damals, dass es das schlechteste Storchenjahr seit mehr als zehn Jahren gewesen sei.

Heuer sieht es viel besser aus. Perfekte Bedingungen für die Vögel herrschten laut Bachmann, wenn es während der nächsten zwei Monate nicht zu viel regnen und die Temperaturen so bleiben würden. «In den letzten Tagen sind bereits etwa 20 Jungtiere geschlüpft», so Bachmann. Bis in etwa zwei bis drei Wochen werden dann alle geschlüpft sein.

Nach dem Schlüpfen allerdings beginnt erst das grosse Bangen um die Tiere. Zunächst könnten die Eltern ihre Jungtiere noch gut vor Regen schützen, doch nach drei Wochen sei das kaum mehr möglich: «Dafür sind die Tiere dann nicht nur zu gross, sondern auch zu neugierig.»

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