Erwischt: V-Männ lässt Koksschmuggel auffliegen
Aktualisiert

ErwischtV-Männ lässt Koksschmuggel auffliegen

Drei Türken wollten kiloweise Kokain über die Basler Grenze schieben – blöd nur, dass ihre «Auftraggeber» verdeckte Ermittler waren. Nun stehen sie vor Gericht.

von
Anna Luethi

Seit gestern stehen zwei 36- und 47-jährige Männer und eine Frau (37) wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Strafgericht. Das türkische Trio hatte geplant, bis zu 13 Kilo Kokain zu schmuggeln und zu verkaufen. Dies ist die Version der Staatsanwaltschaft – beruhend auf den Aussagen verdeckter Ermittler der deutschen Polizei, die sich den Angeklagten gegenüber als Kaufinteressenten ausgaben.

Davon wollten die Angeklagten gestern vor Gericht nichts wissen: «Ich kann mich nicht mehr erinnern», sagt die Zolldeklarantin, die seit 1992 am Autobahnzoll Basel-Weil arbeitet. Die Anfrage der «Dealer» habe sie an einen Kollegen weitergereicht. Der 36-jährige Angeklagte sagte wiederholt, er sei «einfach zu blöd gewesen»: Weil er Geld brauchte, habe er geprahlt, Stoff besorgen zu können. Dabei habe er aber immer nur die Absicht gehabt, einen ordentlichen Vorschuss für die Lieferung zu kassieren und dann zu verschwinden. Um die Verfügbarkeit der Droge vorzugeben, besorgten er und sein 47-jähriger Kumpel kleine Mengen Kokain auf der Gasse als «Müsterchen».

Die V-Männer liessen den Deal platzen – die Staatsanwaltschaft rückte bei den Angeklagten mit dem beschlagnahmten Koks und weiteren Beweisen ein. Das Urteil wird am Freitag erwartet.

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