Challenge League: Vaduz gedemütigt, Lausanne hofft wieder
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Challenge LeagueVaduz gedemütigt, Lausanne hofft wieder

Vaduz hat sich am 23. Spieltag der Challenge League abgrundtief blamiert. Der Aufstiegsaspirant liess sich am Samstag im eigenen Stadion von Stade Nyonnais 1:5 demütigen und eröffnet Lausanne-Sport am Montag die Chance, bis auf fünf Punkte nahezurücken.

Die Waadtländer gastieren heute beim strauchelnden Aarau, das mit seinem neuen Trainer René Weiler versucht, noch rechtzeitig wieder auf die Beine zu kommen. Bei einer Niederlage würden sich die Aargauer auf einem Abstiegsplatz wiederfinden, weil das zweitletzte Locarno gestern in Biel 2:0 gewinnen konnte.

Der Amerikaner Ansu Toure führte die Tessiner in Biel mit zwei Treffern in der zweiten Halbzeit zum verdienten Auswärtserfolg. Locarno ist neu punktgleich mit Aarau, hat jedoch eine Partie mehr ausgetragen. Auch Kriens, das nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat, muss wegen den erstarkten Tessinern weiter um den Ligaerhalt bangen.

Ganz leise Hoffnungen auf das Erreichen des Barrage-Platzes hegt auch noch Servette, das gestern gegen Schaffhausen 6:2 gewann. Die Genfer lagen bis zur 39. Minute 0:2 zurück, ehe sie den Rückstand innert dreier Minuten (!) in eine 3:2-Führung umbogen. Im zweiten Durchgang stand der Sieg des Gastgebers dann nicht mehr in Gefahr. Vincent Ruefli, Doppeltorschütze Julian Esteban und Matias Vitkieviez sorgten noch für einen komfortablen Erfolg.

Vaduz konnte sich die Niederlage gegen Nyon zwar leisten, weil seine Position in der Tabelle relativ komfortabel ist. Ein weiterer Flop dürfte jedoch böse Folgen haben. Bereits nach dem 1:1 in Delémont vor Wochenfrist hatte sich Coach Eric Orie über die mangelnde Einstellung geärgert und eine sofortige Reaktion gefordert. Die Botschaft des allzu (?) forschen Holländers war offensichtlich aber nicht angekommen - ebenso wenig wie seine Umstellungen in der Abwehr. Die Defensive versagte am Samstag komplett.

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(si)

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