Valentin entzweit die Schweiz
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Valentin entzweit die Schweiz

Der 14. Februar ist ein ganz besonderer Tag. Geht es nach dem Willen der Werbetreibenden und Floristen, ist der Valentinstag eine gute Gelegenheit, seine Liebe mit einer Aufmerksamkeit zu beweisen. Das sehen bei weitem nicht alle Schweizer Liebespaare so.

Der Valentinstag ist vor allem etwas für frisch Verliebte. Doch auch weit über ein Drittel derjenigen, die schon lange in festen Händen sind, finden es gut, dass es einen Tag speziell für Verliebte gibt. Jeder Fünfte in der Schweiz hingegen ist für die komplette Abschaffung des Valentintags. Immerhin fast der Hälfte ist er hingegen völlig egal. Für sie ist der 14. Februar ein Tag wie jeder andere. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage auf 20minuten.ch zum Tag der Liebe.

Jeder Zweite schenkt etwas

Während rund 44 Prozent der Männer überhaupt nichts geschenkt bekommen möchte von ihrer Partnerin, sind es bei den Eidgenössinen weniger als ein Drittel, die überhaupt keine Erwartungen haben. Zehn Prozent wollen auf jeden Fall eine Aufmerksamkeit erhalten. 60 Prozent geben sich etwas bescheidener. Sie würden sich dennoch sehr über Blumen oder ein besonderes Geschenk freuen.

Zwar wird diese Hoffnung bei einigen verliebten Schweizerinnen trotz aller Schmetterlinge zerplatzen. Dennoch wissen offensichtlich viele Männer um die Wünsche Ihrer Partnerinnen. So geben 56 Prozent an, dass sie auf jeden Fall etwas in Valentins Namen verschenken werden. Allerdings scheint das nicht unbedingt auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Lediglich 44 Prozent der Frauen gedenken Ihre Liebe mit einem Geschenk zu äussern.

Schön ausgehen

Über die Hälfte aller Befragten plant für den Valentinstag eine gemeinsame Unternehmung mit der Partnerin oder dem Partner. Davon haben allerdings 30 Prozent noch keine konkreten Pläne, sondern lassen sich einfach überraschen, was die Liebe so bringt. Vielleicht eine Hotstone-Massage oder ein leckeres selbstgekochtes Menü, wie zwei User im Listing zum Valentinstag vorgeschlagen haben.

Wer war eigentlich Valentin?

Auch wenn viele den Dienstag als den Tag der Liebe feiern, weiss nur rund die Hälfte, dass dieser Gedenktag auf Bischof Valentin von Terni zurück geht. Der Erzählung nach soll der Geistliche verliebte Paare trotz eines Verbot von Kaiser Claudius II. getraut haben. Dies bezahlte er sogar mit dem Leben. Zwar gab es im dritten Jahrhundert noch keine Blumenbringdienste. Dennoch wurde auch der Brauch, Blumen zu verschenken, von Valentin ins Leben gerufen. Frisch vermählten soll er immer Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.

Olaf Kunz, 20minuten.ch

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