Aktualisiert 13.02.2009 16:42

RatingValentinstag: Für viele einfach nur nervig

Der Tag der Liebe birgt ordentlich Sprengkraft. Auch bei vielen Paaren führt der Valentinstag die Hitliste der nervigsten Jahresanlässe an. Und nur rund ein Viertel der Schweizer wird zu Blumen oder Pralinen greifen.

Blumen schenken oder sich gegen den Kommerz auflehnen - das ist ein Konflikt, der im Zusammenhang mit dem 14. Februar für viele Menschen entsteht. Das dürfte auch der Grund sein, warum dieser Tag nach dem Willen der Leser am besten noch heute aus dem Kalender gestrichen werden sollte. Das hat ein Online-Rating ergeben, bei dem nach den nervigsten Anlässen des Jahres gefragt wurde. Dabei belegte der Valentinstag mit deutlichem Abstand Platz eins (3485 Stimmen).

Kein April-Scherz

Auch mit dem Scherztag, dem 1. April, tun sich viele schwer. Ob es am mangelnden Humor oder vielmehr an blöden Veräppelungen liegt, bleibt offen. Fest steht: Ebenso wie der Valentinstag steht auch dieser Brauch in der Rangliste der meistgehassten Tage ganz oben (2918 Stimmen). Ebenso wie das Fest der Liebe. Gemütliche Runde im Kreise der Familie liegt offensichtlich nicht jedermann.

Weitaus positiver sind die User gegenüber Silvester und auch dem Hochzeitstag eingestellt. Entgegen der landläufigen Meinung haftet diesem Ereignis lediglich ein niedriger Nervfaktor an (1591 Stimmen). Vor allem aber mit dem Alter scheinen die Schweizer kein Problem zu haben. Der Geburtstag wird gefeiert und wird im Kalender auch weiterhin rot markiert.

Partner gehen leer aus

Laut einer Abstimmung gedenken lediglich 26 Prozent anlässlich des Valentinstages etwas zu schenken. 52 Prozent denken nicht im Traume daran. Sie finden das einfach blöd. Weitere 22 Prozent können sich zurücklehnen. Sie haben gar keinen Partner, dem sie eine Aufmerksamkeit zukommen lassen könnten - oder eher: müssten.

Dass der Valentinstag auch schon ein grösserer Kassenschlager für Floristen war, kann der Geschäftsführer von Fleurop Schweiz, Jörg Beer, bestätigen: «Die zurzeit vorliegenden Bestellungen für Fleurop-Aufträge liegen etwas hinter dem Vorjahr zurück.» Doch Finanzkrise hin, unliebsame Verpflichtung her: Auch in diesem Jahr rechnet Beer damit, dass am 14. April etwa 10 Prozent des Jahresumsatzes des Blumenversandes anfallen werden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.