Valentinstag: Herzförmige Geschenke statt Urbräuche
Aktualisiert

Valentinstag: Herzförmige Geschenke statt Urbräuche

Valentinstag-Bräuche kennt beinahe niemand mehr: Anstelle von Lehmkügelchen feiern Verliebte heute vor allem mit Geschenken.

Herzchen schmücken die Valentinstag-Ballerinas von Chanel und die Dolce-&-Gabbana-Unterwäsche – sogar die Pralinen in der Konditorei sind herzförmig. Denn: Geschenke stehen am Tag der Liebe hoch im Kurs.

Die ursprünglichen Valentinstag-Bräuche sind jedoch beinahe vergessen.

So galt früher die Regel, dass der erste Mann, den ein Mädchen am 14. Februar sah, ihr Zukünftiger werden sollte. Junge heiratswillige Burschen standen daher möglichst früh mit einem Blumenstrauss vor der Türe der Angebeteten.

Beim so genannten Valentins-Orakel schrieben die Beteiligten die Namen ihrer potenziellen Kandidaten auf ein Zettelchen und umwickelten es mit Lehm. Auf dem Zettel, der sich in einem Wasserglas als erster wieder öffnete, stand der Name des Zukünftigen. Und: Auch heute wird noch geglaubt, dass ein Mädchen nach dem Verzehr von hart gekochten Eiern in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar seinen Zukünftigen im Traum sieht.

Ganz so romantisch wie heute ging es im alten Rom nicht zu und her: Bischof Valentin von Terni wurde am 14. Februar im 2. Jahrhundert nach Christus enthauptet, weil er Paare traute, die nicht heiraten durften. Heute sind es glücklicherweise nur noch Champagnerflaschen, die geköpft werden, und Verliebte, die einander den Kopf verdrehen.

(dus)

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