Luzern: Valium auf der Gasse verkauft
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LuzernValium auf der Gasse verkauft

Ein Chauffeur eines Pharmagrossisten hat grosse Mengen Tabletten - darunter Valium und Viagra - gestohlen und diese verkauft.

Das Luzerner Obergericht hat einen 38-jährigen Schweizer zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte arbeitete 2005 und 2006 als Chauffeur für einen Pharmagrossisten. Dabei entwendete er 64 000 Dormicum- Schlaftabletten, 5000 Valium-Tabletten, vier Dutzend Viagra- Tabletten und vier Grosspackungen Xenical im Gesamtwert von über 20 000 Franken.

Während er das Xenical und Viagra für den Eigengebrauch behielt, verkaufte er Dormicum und Valium auf der Gasse. Er erzielte gemäss Obergericht einen Gewinn von 65 000 bis 85 000 Franken.

Strafmilderung

Das Obergericht stufte das Verschulden des Angeklagten als schwer ein. Wegen der grossen Menge gehandelter Drogen und der Höhe des erzielten Gewinnes handle es sich um einen schweren Fall. Es gab dem Antrag des Beschuldigten, ihn zu zwei Jahren bedingt zu verurteilen, deshalb nicht statt.

Der Verurteilte muss sechs Monate absitzen, der Rest wurde bei einer Probezeit von fünf Jahren bedingt ausgesprochen. Das Obergericht bestätigte mit dem am Mittwoch publizierten Urteil das Verdikt des Kriminalgerichts. Es reduzierte aber den unbedingt ausgefällten Teil der Haftstrafe von zwölf auf sechs Monate. Es will damit den sich positiv entwickelnden beruflichen und familiären Verhältnissen des Angeklagten stärker Rechnung tragen.

(sda)

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