Paris: Valls weint bei Trauerfeier für getötete Polizisten
Aktualisiert

ParisValls weint bei Trauerfeier für getötete Polizisten

Staatschef François Hollande, Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve haben am Dienstag der getöteten Polizisten gedacht.

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Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls an der Trauerfeier für die bei den Anschlägen getöteten Polizisten am 13. Januar 2015.

Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls an der Trauerfeier für die bei den Anschlägen getöteten Polizisten am 13. Januar 2015.

Keystone/AP/Francois Mori
Valls trocknet seine Tränen.

Valls trocknet seine Tränen.

Keystone/AP/Francois Mori
Hollande hält eine Rede und ehrt die Polizisten Ahmed Merabet (40), Franck Brinsolaro (49) und die Polizistin Clarissa Jean-Philippe.

Hollande hält eine Rede und ehrt die Polizisten Ahmed Merabet (40), Franck Brinsolaro (49) und die Polizistin Clarissa Jean-Philippe.

Keystone/AP/Francois Mori

Mit einer Trauerfeier hat Frankreich der bei den Terroranschlägen getöteten Polizisten gedacht. «Clarissa (Jean-Philippe), Franck (Brinsolaro), Ahmed (Merabet) sind dafür gestorben, dass wir frei leben können», sagte Präsident François Hollande am Dienstag in Paris.

Ihnen gebühre grösste Dankbarkeit. Während der Zeremonie im Innenhof der Polizeipräfektur in Paris wurden die drei Beamten postum mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet, die Orden befestigte er an den drei aufgebahrten Särgen.

«Freiheit siegt über die Barbarei»

Frankreich könne angegriffen werden, werde aber «nie nachgeben», sagte Hollande weiter. «Die Freiheit siegt über die Barbarei.» Er warnte zugleich: «Die Gefahr ist nicht vorbei. Sie ist da.» Frankreich fürchtet auch nach dem Tod der drei Attentäter weitere Anschläge und hat tausende Polizisten und Soldaten mobilisiert.

An der Trauerfeier nahmen auch Hinterbliebene der Opfer bei - darunter die Mutter der Polizistin Jean-Philippe, die vor Hollande in Tränen ausbrach. In seiner Rede fragte der Präsident: «Wie kann man es rechtfertigen, feige eine junge Frau von 26 Jahren zu töten?» Zu den Hinterbliebenen sagte Hollande: «Ganz Frankreich teilt Ihren Schmerz und Ihr Leid.»

Trauerfeier auf Leinwand übertragen

An der Zeremonie im Gedenken an die getöteten Polizisten nahmen am Dienstag auch Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve teil. Zahlreiche Menschen verfolgten die Trauerveranstaltung vor einer nahe der Polizeipräfektur aufgebauten Leinwand.

Beim Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» waren ein Polizist und ein als Leibwache abgestellter Beamter getötet worden. Die Polizistin war im Süden der Stadt bei einer Schiesserei ums Leben gekommen. Für die insgesamt 17 Opfer der Anschläge und Geiselnahmen ist eine weitere zentrale Trauerfeier im Invalidendom von Paris vorgesehen.

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