Aktualisiert 25.04.2019 08:13

Schweizer BahnhöfeValora sticht Coop bei Shops an Bahnhöfen aus

Valora wird bis 2021 insgesamt 31 Läden an Schweizer Bahnhöfen eröffnen. Das Unternehmen hat sich gegen andere Bewerber durchgesetzt.

von
vro
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Valora hat von der SBB den Zuschlag für 262 Läden erhalten. Der Kiosk-Betreiber will 31 neue Läden eröffnen.

Valora hat von der SBB den Zuschlag für 262 Läden erhalten. Der Kiosk-Betreiber will 31 neue Läden eröffnen.

Keystone/Marcel Bieri
Bereits heute gibt es an zahlreichen Bahnhöfen avec- und k-kiosk-Filialen.

Bereits heute gibt es an zahlreichen Bahnhöfen avec- und k-kiosk-Filialen.

Keystone/Walter Bieri
Valora hat sich auch verpflichtet, ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Valora hat sich auch verpflichtet, ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Keystone/Martin Ruetschi

Valora hat von den SBB den Zuschlag für die Bewirtschaftung der schweizweit 262 Kiosk- und Convenience-Flächen erhalten. Valora hat sich damit gegen die Angebote mehrerer nationaler und internationaler Firmen durchgesetzt. Das Unternehmen habe mit seinem erneuerten Konzepten «k kiosk» und «avec» am meisten überzeugt, teilten die SBB am Donnerstag mit. Valora will bis 2021 31 neue Läden eröffnen.

Die Ausschreibung habe zu diversen Produktinnovationen und Angebotserweiterungen geführt, hiess es weiter. Davon würden die Kunden an den Bahnhöfen profitieren, beispielsweise von Gratiskaffee in «Kaffee-Wägeli» auf dem Perron bei grösseren Verspätungen oder von Gutscheinen für besondere Überraschungen. Diese Innovationen und Erweiterungen würden nun konkretisiert. Die neuen Läden werden laufend bis 2021 eröffnet.

Auch Coop war interessiert

Valora hat sich gemäss der Mitteilung dazu verpflichtet, auch in ökologischer Hinsicht Verantwortung zu übernehmen und beispielsweise Food-Waste zu reduzieren oder bei recyclebaren Getränke-Verpackungen neue Wege zu beschreiten.

Der schweizweite Mietvertrag für alle Kiosk-Flächen in SBB Bahnhöfen läuft Ende 2020 aus und wurde im Juni 2018 von der SBB öffentlich ausgeschrieben. Auch Coop hatte sich für die Flächen interessiert, wie CEO Joos Sutter nach der Ausschreibung zu 20 Minuten sagte. Bestandteil der Ausschreibung waren auch die heute bestehenden Convenience-Stores, deren Mietverträge ebenfalls auslaufen.

Bis zu 30'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter

Das Geschäft an den Bahnhöfen ist lukrativ. An den fünf grossen Knotenpunkten in der Schweiz – Basel SBB, Bern, Genf, Luzern und Zürich HB – wurde im Jahr 2016 laut dem Marktforscher GFK über eine Milliarde Franken Umsatz gemacht. Spitzenreiter ist der Bahnhof Bern mit einem Umsatz von rund 30'000 Franken pro Quadratmeter.

Doch nicht nur die Umsätze sind hoch, sondern auch die Mieten. Über die Höhe hält sich die SBB aber bedeckt – zu laufenden Verträgen gebe man keine Auskunft. Immobilienexperte Patrick Schnorf von Wüest Partner spricht von einer hohen Bandbreite, in der sich die Mietkosten bewegen können: «Je nach Passantenfrequenz reichen die Mieten von wenigen hundert Franken pro Quadratmeter und Jahr bis zu mehreren tausend Franken.» (vro/sda)

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