Aktualisiert 18.10.2020 21:51

Stefan Küng geschlagenVan der Poel gewinnt erstmals Flandern-Rundfahrt

Die Flandern-Rundfahrt wird erst im Sprint entschieden. Für den Schweizer Stefan Küng setzt es im letzten Rennen der Saison eine Enttäuschung ab.

von
Erik Hasselberg

250 Meter vor dem Ziel taktieren der Niederländer Mathieu van der Poel und der Belgier Wout van Aert um den Tagessieg, mit dem besseren Ende für den Niederländer.

Video: SRF

Der Niederländer Mathieu van der Poel hat erstmals die prestigeträchtige Flandern-Rundfahrt der Radprofis gewonnen. Im Duell der Topfavoriten besiegte der 25-Jährige am Sonntag den Belgier Wout van Aert in einer Millimeter-Entscheidung. Das Duo hatte sich auf der 243,3 Kilometer langen Strecke von Antwerpen nach Oudenaarde zeitig abgesetzt und den Sieg auf den letzten Metern unter sich ausgemacht. Platz drei belegte Alexander Kristoff (Norwegen).

Stefan Küng, im Vorfeld noch zu den Mitfavoriten gezählt, enttäuschte. Der Thurgauer bekundete Magenprobleme und musste rund 50 Kilometer vor dem Ziel abreissen lassen. Er verlor den Anschluss ans Feld und und musste seine Träume begraben. Die Flandern-Rundfahrt findet eigentlich im April statt, musste wegen der Coronavirus-Pandemie aber auf den Herbst verschoben werden.

Alaphilippe stürzt bei Flandern-Rundfahrt schwer

Einen bitteren und schmerzhaften Momente erlebte Strassenrad-Weltmeister Julian Alaphilippe, der sich gut 30 Kilometer vor dem Ziel selbst um jegliche Siegchance brachte. Der 28 Jahre alte Franzose leistete sich eine Unachtsamkeit und fuhr von hinten auf ein Motorrad auf, er war zuvor in einer Gruppe mit van der Poel und van Aert.

35 Kilometer vor dem Ziel verschuldet Julian Alaphilippe selber einen schweren Sturz, als er auf ein Motorrad auffährt.

Video: SRF

Alaphilippe krümmte sich mehrere Minuten am Boden und fasste sich immer wieder ans Schlüsselbein. Am Sonntagabend gab sein Rennstall Deceuninck-Quick Step bekannt, dass er sich beim Sturz zwei Mittelhandknochen gebrochen hatte. Das Regenbogentrikot des Weltmeisters bringt ihm bislang nicht allzu viel Glück, schon vor zwei Wochen hatte er bei Lüttich-Bastogne-Lüttich einen sichergeglaubten Sieg verspielt.

(DPA)

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2 Kommentare
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Hirschi

18.10.2020, 20:33

Wieso kein Wort über Hirschi? Hat er nicht teilgenommen?

voll gas go

18.10.2020, 18:12

man..müssen die immer so rasen?