Hoffnung für den FCB: Van Wolfswinkel will wieder angreifen
Aktualisiert

Hoffnung für den FCBVan Wolfswinkel will wieder angreifen

Ricky van Wolfswinkel brennt auf sein Comeback – vielleicht schon gegen den FCZ. Den Baslern kann die Rückkehr des Stürmers nur gut tun.

von
E. Tedesco

Van Wolfswinkel kehrt auf den Platz zurück – und freut sich. (Video: FCB-TV)

Freudestrahlend blickt van Wolfswinkel in die Kamera von FCB-TV. Er sagt: «Ich bin wieder zurück, richtig zurück.» Man merkt, dass der Holländer darauf brennt, wieder angreifen zu können und liefert im Video gleich den Beweis dafür. So zeigt das Video den 31-Jährigen bei Zweikämpfen im Training mit der Mannschaft und beim Kopfballspiel.

Selbstverständlich ist das nach der Verletzung von van Wolfswinkel nicht. Doch die Ärzte hätten grünes Licht gegeben, teilt der FCB auf seiner Homepage mit. «Einem Einsatz im Wettkampfmodus» stehe daher nichts mehr im Wege. Das Comeback des Offensivspielers nach langer Leidenszeit könnte zu keinem besseren Zeitpunkt erfolgen, nachdem Arthur Cabral (11 Spiele/7 Tore) lange ausfiel und Afimico Pululu (11/1) und Kemal Ademi (14/8) aktuell nur mit schwachen Leistungen aufwarten.

In den letzten drei Runden erzielte der FCB lediglich zwei Tore, kassierte dabei deren sechs. Rotblau schnitt in den Runden 18, 19 und 20 so schlecht wie seit 19 Jahren nicht mehr ab. Inklusive der letzten Vorrunden-Niederlage gegen den FC Luzern verlor Rotblau drei Spiele in Folge (YB, St. Gallen). Dies war zuletzt in der Saison 2000/01 der Fall.

Gehirnerschütterung rettete ihm womöglich das Leben

Mit van Wolfswinkel soll die Offensive nun wieder belebt werden. Der Holländer erzielte in seinen bisher 74 Einsätzen für Rotblau 30 Treffer. Aber auch seine positive Art, seine Spielfreude und die Leidenschaft tun dem angeschlagenen FCB gut. Schliesslich war bei der Niederlage gegen St. Gallen von all dem enttäuschend wenig erkennbar.

Der 31-Jährige fehlte Rotblau seit August letzten Jahres. Eine schwere Gehirnerschütterung, die er im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Linz erlitten hat, rettete ihm womöglich das Leben. Denn bei der Untersuchung förderte die Diagnose ein Aneurysma zutage. Der Holländer wurde daraufhin in Basel erfolgreich operiert. Ein halbes Jahr später soll die Leidenszeit vorüber sein. Im Video sagt der Spieler glücklich: «Ich bin zurück, richtig zurück!»

Muss der FCB ohne Goalie Omlin in Zürich auskommen?

Ob van Wolfswinkel schon gegen den FCZ eine Option ist, lässt Marcel Koller offen. Er sagt: «Möglich. Wir müssen es uns noch genau überlegen.» Positive Nachrichten hat Koller zu Cabral. Der Brasilianer ist nach guten Eindrücken im Training in Zürich dabei. Wie auch die zuletzt gesperrten Eray Cömert, Omar Alderete und erstmals in der Rückrunde auch Valentin Stocker. Der Captain hat seine drei Spielsperren nach seinem Aussetzer gegen Servette abgesessen. Nicht dabei ist Jasper van der Werft, der mit einer Fraktur am Wadenbeinköpfchen noch einige Zeit pausieren muss. Gegen den FCZ offen ist der Einsatz von Jonas Omlin. Der Keeper musste das Freitagstraining auslassen, nachdem er einen Schlag aufs Knie erhalten hatte.

Sein Ausfall wäre ein Dämpfer, da es eine weitere Niederlage kaum verträgt. Letztmals verlor Rotblau in der Meisterschaft 1998/99 unter Guy Mathez viermal in Serie – der Trainer wurde damals während der Saison entlassen. Das wird Marcel Koller eher nicht passieren, aber sein Vertrag läuft – sofern er nicht Meister wird – im Sommer aus und hinter einer weiteren Zukunft beim FCB scheinen Fragezeichen zu stehen.

Das sorgt für Diskussionsstoff in den Medien, unter den Fans – und wohl auch vereinsintern. Positive Resultate würden Ruhe reinbringen. Ab sofort kann Stürmer Van Wolfswinkel in Form von Toren und Vorlagen dabei helfen.

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