5000 Franken für Hinweise - Vandalen demolieren schon wieder öffentliche WC-Anlagen in Unterseen
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5000 Franken für HinweiseVandalen demolieren schon wieder öffentliche WC-Anlagen in Unterseen

Zertrümmerte Spiegel und ausgerissene Zäune: Die Gemeinde Unterseen kämpft mit einer anonymen Täterschaft – und setzt eine Belohnung für 5000 Franken aus.

von
Céline Meisel
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Die Vandalen warfen eine mobile Toilette in eine Grube 

Die Vandalen warfen eine mobile Toilette in eine Grube

Privat
Auch Plachen rissen sie herab.

Auch Plachen rissen sie herab.

Privat
Bereits im Sommer veschmierten anonyme Täter die öffentliche Toilette.

Bereits im Sommer veschmierten anonyme Täter die öffentliche Toilette.

Stefan Zurbuchen

Darum gehts

  • In der Gemeinde Unterseen wurde grosser Sachschaden an öffentlicher Infrastruktur angerichtet.

  • Dies, nachdem bereits im Juni gewütet worden war.

  • Für Hinweise gibt es eine Belohnung von 5000 Franken.

Der emotionale Schaden sei grösser als der Sachschaden, sagt Stefan Zurbuchen, Gemeinderat in Unterseen. Dort wurden in der Nacht auf Samstag Planen niedergerissen, Toilettenspiegel zerschlagen, Landschaftszäune ausgerissen und eine mobile Toilettenkabine in eine Baugrube geworfen, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. «Wieder muss Werkhofpersonal ausrücken zum Reinigen, Reparieren, muss abgerissene Schulstart-Plakate wieder anbringen und so weiter», sagt Zurbuchen. Die Gemeinde sucht nach Hinweisen zu den Geschehnissen, welche von der Gemeinde als «kriminelle Akte» bezeichnet werden. Wer Informationen oder Hinweise liefern kann, hat Aussicht auf eine Geldsumme: «Wir setzen weiterhin eine Belohnung von 5000 Franken aus für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen», sagt Zurbuchen.

Bereits Schäden von 70’000 Franken

Schon im Mai und im Juni dieses Jahres waren in Unterseen Schäden angerichtet worden. So wurden Teile des Unterseener Schülerbades zerstört: Die Wände einer öffentlichen Toilette wurden verschmiert und ein WC-Spülkasten zertrümmert. «Deren Instandstellungen und Reinigungen hat die Gemeinde mittlerweile 60’000 bis 70’000 Franken gekostet», sagt Zurbuchen. Nach der Sachbeschädigung hatte die Gemeinde einen Sicherheitsdienst angestellt, welcher zusätzliche Kosten generierte.

Seitdem regelmässig patrouilliert wurde, wurden keine Beschädigungen mehr festgestellt. Doch: «Kaum haben wir die Patrouillen seit Anfang Oktober zurückgefahren, scheint es wieder loszugehen», sagt Zurbuchen. Der Gemeinderat versucht, sich die Vorfälle zu erklären: «Frustration vielleicht, der die Täter nicht anders als auf solche Weise Ausdruck verleihen können». Für ihn ist sicher: «Wir sehen diesen Zerstörungen nicht tatenlos zu».

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