Vandalen in Zügen: Bern will aufrüsten
Aktualisiert

Vandalen in Zügen: Bern will aufrüsten

Drogengebrauch, pöbelnde Schwarzfahrer und Vandalen machen Bahnfahrten zum Ärgernis. Bahnpolizisten, Videokameras und ein Schulzug sollen Abhilfe schaffen.

«Es gibt Leute, die sich kaum mehr in den Zug trauen», sagt Jacques Zulauff von den SBB. Über sechs Millionen Franken beträgt der jährliche Schaden durch Vandalismus in den Zügen. Täglich müssen 40 Tonnen Abfall entsorgt werden, mindestens 4% der Passagiere fahren schwarz.

Im Kanton Bern ist die Strecke zum Jurasüdfuss stark betroffen. Mit einem Schulzug, der gestern in Biel hielt, wollen die SBB Jugendliche sensibilisieren. Ausserdem werden dieses Jahr 70 Regionalzüge mit Überwachungskameras ausgerüstet, bis Ende 2005 sollen 100 zusätzliche Bahnpolizisten patrouillieren (in 20 Minuten).

«Für uns ist klar, dass

es weitere Massnahmen braucht», sagt Jürg von Känel vom Amt für Öffentlichen Verkehr. Doch wenn der Kanton Bern mehr Sicherheitsleistungen beansprucht, muss er die Bahnen entschädigen. Erst im nächsten Jahr sind dafür fünf Millionen Franken vorgesehen.

Patrick Marbach

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