Farb-Anschlag: Vandalen stürmen Ausstellung – weil Künstler Polizist ist
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Farb-AnschlagVandalen stürmen Ausstellung – weil Künstler Polizist ist

Am Sonntag griffen Vandalen die Kunstaustellung eines Zürcher Kantonspolizisten im Länggass-Quartier in Bern an. Dabei wurde die Frontscheibe der Galerie mit Farbbeuteln beworfen.

Die Vandalen wurden von einem Anwohner gefilmt.

Tele Bärn

«Wenn ich mich an den Moment zurückerinnere, stehe ich immer noch unter Schock», sagt der Künstler Mayo Irion gegenüber «Tele Bärn». Die Kunstausstellung des Zürcher Kantonspolizisten, in der Berner Galerie Sattelkammer, wurde am Sonntag von Vandalen heimgesucht. Während sich der Künstler im Ausstellungsraum befand, kamen auf einmal mehrere Personen angerannt und bewarfen die Frontscheibe der Galerie mit Farbe. In einem Bekennerschreiben, das an die Scheibe gekleistert wurde, beziehen die Vandalen Stellung: «Wir sahen uns gezwungen zu intervenieren», schreiben die anonymen Personen, die sich selbst als «Vagabund-Innen» bezeichnen.

Offenbar störten sich diese am Beruf des Künstlers, der bei der Kapo Zürich angestellt ist. «Als hätten die blauen Lakaien des Staates nicht schon genug Plattform», ist auf dem Bekennerschreiben zu lesen. «Ich bin nicht einmal wütend, sondern einfach nur traurig», sagt der Künstler Mayo Irion zu der Aktion. Er findet den Farbanschlag in erster Linie peinlich. Die Ausstellung werde er nichtsdestotrotz weiterführen.

(rc)

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