Bernmobil: Vandalen verkleben Ticketautomaten mit Leim
Aktualisiert

BernmobilVandalen verkleben Ticketautomaten mit Leim

Linksextreme haben in der Nacht auf Dienstag Münz- und Kartenschlitze von Bernmobil-Automaten verklebt, so dass keine Tickets mehr gelöst werden konnten. Politiker ärgern sich.

von
stm
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Die Münz- und Kartenschlitze dieses Ticketautomaten am Europaplatz haben die Vandalen mit Leim verstopft.

Die Münz- und Kartenschlitze dieses Ticketautomaten am Europaplatz haben die Vandalen mit Leim verstopft.

20 Minuten/stm
Arbeiter konnten ihn allerdings schon wieder reparieren.

Arbeiter konnten ihn allerdings schon wieder reparieren.

Die Fahrgäste konnten wegen den verklebten Münzschlitzen am Dienstagmorgen keine Tickets lösen. Für dieses unbeabsichtigte Schwarzfahren wurden selbstverständlich keine Bussen verteilt, versichert Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer.

Die Fahrgäste konnten wegen den verklebten Münzschlitzen am Dienstagmorgen keine Tickets lösen. Für dieses unbeabsichtigte Schwarzfahren wurden selbstverständlich keine Bussen verteilt, versichert Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer.

20 Minuten/stm

«Wir haben über die ganze Stadt verteilt verklebte Münz- und Kartenschlitze», sagt Rolf Meyer, Mediensprecher von Bernmobil. «Das ist sehr ärgerlich.» Er wisse derzeit nicht genau, wer hinter der Aktion stehe. «Aber wir haben ein anonymes Bekennerschreiben bekommen.»

Linksextreme steckt dahinter

Dieses liegt auch der 20-Minuten-Redaktion vor. Die Absender verstecken sich hinter dem Pseudonym «Anonymous» und lassen ihre linksradikale Haltung durchsickern.

Sie schreiben, die Aktion bedeute «gratis Trämli fahre für alle». Das Ziel sei, dass Bernmobil Einnahmen entgehen. Dies, weil die Vandalen der Ansicht sind, der Verkehrsunternehmer beute Migranten über das Arbeitsmarkt-Integrationsprojekt «Team Sauber» aus.

Die Migranten säubern im «Team Sauber» abends für Bernmobil die Fahrzeuge und erhalten zu ihrem staatlich finanzierten Lebensunterhalt ein Sackgeld von zusätzlichen 200 Franken. Das ist für die Linksradikalen viel zuwenig: Sie sprechen von «moderner Sklaventreiberei» und kündigen weitere Aktionen an.

«Kein legitimer Weg»

Alexander Feuz, SVP-Stadtrat und Präsident der Planungs- und Verkehrs-Kommission, ist entsetzt. «Sachbeschädigungen sind kein legitimer Weg, um auf ein Anliegen aufmerksam zu machen. Das ist kontraproduktiv.» Er verlangt, dass Bernmobil Strafanzeige einreicht. «Solche Delinquenten müssen mit aller Konsequenz verfolgt werden.» Er hofft, dass die Verursacher gefunden und hart bestraft werden – und Schadenersatz zahlen müssen.

Michael Sutter, SP-Stadtrat und Vizepräsident der Verkehrskommission, verurteilt die Aktion genauso. «Das ist Zerstörung von öffentlichem Eigentum und trifft die Falschen. Das ist schlicht unnötig und nicht zielführend.» Er teile die Kritik am Team Sauber zwar nicht, aber wenn jemand etwas gegen das Integrationsprojekt habe, «dann soll er sich doch auf politischem Weg einbringen».

In diesem Fall gibts keine Busse

Wie hoch der Sachschaden ist, kann Bernmobil nicht beziffern. Insgesamt seien über 20 Automaten betroffen. Die Reinigungsarbeiten dürften sich bis in den Mittwoch hineinziehen. Auch die Ausfälle bei den Ticketeinnahmen seien derzeit noch nicht bezifferbar, sagt Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer. «Auf jeden Fall wird niemand gebüsst, der in einem solchen Fall ohne gültigen Fahrausweis im Bus oder Tram sitzt.»

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