Diese Verbote könnten dich in den Ferien eine hohe Busse kosten

Als Feriengast in Venedig musst du dich an besonders viele Regeln halten – sonst könnte es teuer werden.

Als Feriengast in Venedig musst du dich an besonders viele Regeln halten – sonst könnte es teuer werden.

Pexels/Son Tung Tran
Publiziert

Hohe BussenVapen in Thailand oder Sitzen in Venedig – das könnte teuer werden

Kaugummis, E-Zigaretten und Pausen in der Stadt gehören für uns zum Alltag. In den Ferien könntest du dafür aber hohe Bussen kassieren.

von
Laura Zygmunt

Während öffentliches Knutschen an einigen Orten in Italien nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern gar erwünscht ist, droht in Indonesien bald Gefängnis bei ausserehelichem Sex. Doch nicht nur körperliche Zärtlichkeiten können schnell einmal teuer werden. Einige für uns alltägliche Tätigkeiten können in anderen Ländern schnell ins Geld gehen. 

Andere Länder, andere Sitten ...

Striktes Kaugummiverbot in Singapur

Kurz vor dem Flug noch eine Flasche Wasser, Snacks und Kaugummi zu kaufen, gehört für viele vor der Ferienabreise dazu – Letzteres ist jedoch keine sonderlich gute Idee, wenn du anschliessend nach Singapur reist. Denn im Inselstaat herrscht seit 1992 ein striktes Kaugummiverbot. 

Deine Kaugummi-Bubbles kannst du überall platzen lassen, nur besser nicht in Singapur.

Deine Kaugummi-Bubbles kannst du überall platzen lassen, nur besser nicht in Singapur.

Pexels/Artem Podrez 

Um genau zu sein: Kaugummikauen an sich ist nicht illegal – du kannst Kaugummis jedoch weder vor Ort kaufen noch mit ins Land nehmen. Die einzige Ausnahme bilden Kaugummis für medizinische Zwecke, welche es in der Apotheke gibt.

Ähnlich wie bei der Busse für Umweltverschmutzung können beim ersten Verstoss gegen das Verbot zwischen 500 und 1000 US-Dollar anfallen (460 bis 920 Franken). Mit dieser Regelung will die Regierung die Verschmutzung von Strassen und öffentlichen Verkehrsmitteln verhindern. Angesichts der blitzblanken Stadt scheint das Verbot zu funktionieren.

Vorsicht in Thailand und Co. mit E-Zigaretten

Ob klassische E-Zigarette oder der Hype um die Wegwerf-Vape: Die Art zu rauchen hat sich gewandelt. Doch während in der Schweiz bereits viele Rauchende auf E-Zigaretten umgestiegen sind, musst du unbedingt im Hinterkopf behalten, dass dies nicht in allen Ländern legal ist.

In der Schweiz ein alltäglicher Anblick, im Ausland jedoch teilweise illegal: Das Kaufen oder Rauchen von E-Zigaretten.

In der Schweiz ein alltäglicher Anblick, im Ausland jedoch teilweise illegal: Das Kaufen oder Rauchen von E-Zigaretten.

Pexels/Gustavo Fring

So unter anderem auch in Thailand, wo seit 2014 ein Verbot für E-Zigaretten aller Art herrscht. Im schlimmsten Fall droht dir beim Vapen in der Öffentlichkeit sogar eine Gefängnisstrafe. Doch nicht nur in Thailand empfiehlt es sich, die E-Zigarette lieber gar nicht erst mitzunehmen, sondern auch in vielen anderen Ländern, vor allem in Asien, im Nahen Osten sowie Südamerika.

Während in den einen Ländern nur der Verkauf von E-Zigaretten illegal ist, verbieten andere Länder das Rauchen damit ganz. Um auf Nummer sicher zu gehen, checkst du am besten vor deinen Ferien die jeweiligen Bestimmungen des Landes ganz genau.

In Venedig kassierst du für vieles eine Busse

Romantische Gondeln, malerische Brücken und La Dolce Vita – Venedig ist ein Touristen-Magnet schlechthin. Doch die Stadt hat allmählich genug vom Massentourismus.

Um die Schönheit Venedigs bewundern zu können, musst du dich an einige Regeln halten.

Um die Schönheit Venedigs bewundern zu können, musst du dich an einige Regeln halten.

Pexels/Yan Krukau

Nachdem bereits die grossen Kreuzfahrtschiffe aus dem Hafen verbannt worden sind, führt Venedig ab diesem Sommer ein Ticketsystem für Tagesreisende ein. Und hast du es erst mal in die Stadt geschafft, gelten so einige Regeln, welche dich bei Missachtung zwischen 25 und 500 Franken kosten können.

Dazu gehören unter anderem: dich auf den Boden, auf Brücken oder Treppen zu setzen und dabei zu essen oder zu trinken sowie im Badeanzug oder oben ohne durch die Stadt zu laufen. Auch dafür, Möwen und Tauben zu füttern, in den Kanälen zu schwimmen und zu tauchen sowie an den meisten Orten mit dem Velo zu fahren oder dieses zu schieben, kannst du gebüsst werden.

In Schweden darfst du nicht überall tanzen

In Schweden braucht es so ziemlich für alles eine Bewilligung. So dürfen beispielsweise Bars nur dann Alkohol ausschenken, wenn sie gleichzeitig auch Menüs anbieten.

In Schweden darfst du das Tanzbein nicht überall schwingen.

In Schweden darfst du das Tanzbein nicht überall schwingen.

Pexels/SHVETS production 

Doch nicht nur mit dem Alkohol ist es so eine Sache, sondern auch mit dem Tanzen. Denn: Seit 1930 benötigen Restaurants, Bars, Clubs und andere Veranstaltungsorte eine Bewilligung, damit ihre Gäste tanzen dürfen. Verfügen sie über keine Lizenz und werden bei einer wilden Partynacht von der Polizei erwischt, droht den Besitzenden, ihre Schank- und Geschäftslizenz zu verlieren.

Immerhin: Falls dich in Schweden plötzlich das Gefühl überkommt, deine Dance-Moves auszupacken, bekommst du vermutlich höchstens eine Verwarnung, denn die Busse müssen die Betreibenden bezahlen. Aktuell sieht es zudem danach aus, dass die schwedische Regierung die veraltete kostenpflichtige Bewilligung bald abschafft.

Hast du im Ausland schon einmal eine Busse oder Verwarnung kassiert? 

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