Aktualisiert 12.01.2020 09:52

USAVaping fordert sein jüngstes Todesopfer (15)

Im US-Bundesstaat Texas ist ein 15-Jähriger infolge einer Lungenerkrankung ums Leben gekommen. Es ist der jüngste Todesfall im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten.

von
kat
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57 Tote und über 2000 schwer lungenkranke Personen bereiten der US-Gesundheitsbehörde CDC Sorgen: Was hat ihrer Gesundheit so stark zugesetzt? Und: War wirklich der Konsum von E-Zigaretten dafür verantwortlich? Einige Antworten darauf scheinen nun gefunden.

57 Tote und über 2000 schwer lungenkranke Personen bereiten der US-Gesundheitsbehörde CDC Sorgen: Was hat ihrer Gesundheit so stark zugesetzt? Und: War wirklich der Konsum von E-Zigaretten dafür verantwortlich? Einige Antworten darauf scheinen nun gefunden.

iStock/vm
Es gebe «direkte Belege» dafür, dass ein aus Vitamin E gewonnenes und gewissen E-Zigi-Liquids beigemischtes Öl – sogenanntes Vitamin-E-Acetat (Tocopherylacetat) – die Gesundheitsbeschwerden hervorgerufen habe, so Anne Schuchat, stellvertretende Direktorin der CDC, in einer Mitteilung.

Es gebe «direkte Belege» dafür, dass ein aus Vitamin E gewonnenes und gewissen E-Zigi-Liquids beigemischtes Öl – sogenanntes Vitamin-E-Acetat (Tocopherylacetat) – die Gesundheitsbeschwerden hervorgerufen habe, so Anne Schuchat, stellvertretende Direktorin der CDC, in einer Mitteilung.

AP/Andrew Harnik
Schon früh hatte sich abgezeichnet, dass der Verursacher der schweren Lungenschäden in Liquids stecken könnte, die nicht aus dem regulären Handel stammen. Im September 2019 war der Verdacht auf Vitamin E gefallen, das in THC-haltigen Liquids nachgewiesen wurde. (Im Bild: aus dem Verkehr gezogene Schwarzmarkt-Liquids)

Schon früh hatte sich abgezeichnet, dass der Verursacher der schweren Lungenschäden in Liquids stecken könnte, die nicht aus dem regulären Handel stammen. Im September 2019 war der Verdacht auf Vitamin E gefallen, das in THC-haltigen Liquids nachgewiesen wurde. (Im Bild: aus dem Verkehr gezogene Schwarzmarkt-Liquids)

Keystone/AP/Northwest Metro Drug Task Force/Minnesota Departments of Public Safety

Ende Dezember verstarb im US-Bundesstaat Texas ein 15-Jähriger infolge einer im Zusammenhang mit Vaping resultierenden Lungenerkrankung. Dieser Evali-Todesfall, so der Name der Erkrankung, der für «E-cigarette or vaping associated lung injury» steht, sei derzeit der aktuellste wie das Portal «People» unter Berufung auf die US-Gesundheitsbehörde CDC berichtet. Auch ist der Teenager, dessen Identität nicht öffentlich bekannt ist, das bisher jüngste Todesopfer.

Bislang gab es 2602 hospitalisierte Personen oder Todesfälle im Zusammenhang mit Evali, die dem CDC gemeldet wurden. Viele Fragen bezüglich der Lungenerkrankung, die auf den Konsum mit E-Zigaretten zurückzuführen ist, sind noch ungeklärt. Den aktuellen Statistiken zufolge begann der Ausbruch im Juni 2019, erlangte seinen Peak im September und schwächte danach wieder ab.

Illegale, schädliche Liquids

Im November letzten Jahres gelang bei den Untersuchungen der Krankheit jedoch ein erster Durchbruch. Es zeigte sich, dass die eigentliche Ursache der Erkrankung auf nicht im Handel erhältliche Vaping-Liquids zurückzuführen ist. Anfang September 2019 war der Verdacht auf Vitamin E gefallen, das in THC-haltigen Liquids nachgewiesen wurde. Dieser Verdacht hatte sich bei der Untersuchung der Lungenflüssigkeit von 29 Erkrankten aus 10 Bundesstaaten bestätigt.

Obwohl die Zahl der gemeldeten Fälle rückläufig zu sein scheint, melden die Staaten immer noch wöchentlich neue stationäre Evali-Fälle an die CDC. «Wir müssen wachsam bleiben», schreibt das Amt in seinem letzten Bericht. Es fordert dazu auf, den Konsum von Vaping-Produkten, besonders von jenen, die THC enthalten, zu vermeiden und beim Rauchen von E-Zigaretten den eigenen Gesundheitszustand im Auge zu behalten.

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