Wahlen im Wallis: Varone ist trotz Stein-Affäre «gelassen»
Aktualisiert

Wahlen im WallisVarone ist trotz Stein-Affäre «gelassen»

Der FDP-Kandidat für den Walliser Staatsrat, Christian Varone, hat seinen Wahlkampf eingeläutet. Die berühmte Stein-Affäre soll dabei keine negative Rolle spielen.

Der in die Schlagzeilen geratene FDP-Kandidat Christian Varone hat am Donnerstag seinen Wahlkampf im Hinblick auf die Walliser Staatsratswahlen vom 3. März eröffnet. Angesprochen auf die Stein-Affäre sagte er, er nehme die Sache gelassen.

Der in der Türkei wegen Kulturgüterschmuggels angeklagte und für den Wahlkampf in Ausstand getretene Polizeikommandant Christian Varone will am 3. März für die FDP einen Sitz in der Walliser Regierung erobern. Die FDP hatte Varone das Vertrauen ausgesprochen und ihn nominiert, obwohl der Prozess noch im Gang ist.

Er habe immer die Wahrheit gesagt, deshalb erwarte er das Urteil mit Gelassenheit, sagte Varone am Donnerstag vor den Medien. Die Affäre sei nicht Teil seines Wahlprogrammes. Trotzdem freue er sich darauf, am Ende des Verfahrens die Sache richtigstellen zu können.

Interview mit Christian Varone

Seine Wahlkampagne stellte der FDP-Kandidat unter das Motto «Das Wallis für die Herausforderungen der Zukunft rüsten». Das Wallis müsse ein Energie-Kanton par exellence werden, einen hohen Ausbildungsstand garantieren, Tourismus, Landwirtschaft und Weinbau fördern und sich in Bern besser verteidigen können, sagte Varone.

Der FDP-Vertreter will einen Lobbyisten nach Bern entsenden, der dafür zuständig ist, dem Wallis mehr Gehör zu verschaffen. Der Kanton «fühle sich manchmal an den Rand gedrängt und unverstanden», besonders seit der Annahme der Zweitwohnungs-Initiative.

Gelernt Entscheide zu treffen

Als weitere Themen, die Priorität haben sollten, nannte Varone die Sicherheit und namentlich den Kampf gegen die Cyberkriminalität, die sowohl bei Bund, Kanton und Gemeinden unterschätzt werde.

Auf allfällige Ähnlichkeiten mit seinem Gegenspieler Oskar Freysinger (SVP) angesprochen, der ebenfalls für den Staatsrat kandidiert, sagte Varone: «Wir sind sowohl von der Persönlichkeit als auch von den Ideen her sehr verschieden. Er ist ein ausgezeichneter Parlamentarier und Debattierer. Ich komme aus einem Feld, wo ich gelernt habe, Entscheide zu treffen.» (sda)

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