Aktualisiert 08.02.2010 17:55

Krankhafte EifersuchtVater bleibt in geschlossener Klinik

Ein krankhaft eifersüchtiger Portugiese hat in Glattbrugg seiner Frau mit einem Schwedenkuss die Nase gebrochen. Jetzt wurde der psychisch angeschlagene Angreifer in eine geschlossene Klinik eingewiesen.

von
Attila Szenogrady

Nun ist es amtlich: Ein bald 40-jähriger Portugiese aus Glattbrugg muss weiterhin in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt verbleiben. So lautet das kürzlich eröffnete Urteil des Zürcher Obergerichts, das damit einen erstinstanzlichen Entscheid des Bezirksgerichts Bülach umfassend bestätigt hat. Besonders bitter ist für den Angeschuldigten, dass er im April 2009 in Bülach wegen Körperverletzung, Drohungen und Tätlichkeiten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten kassiert hatte. Eine Sanktion, die er schon längst abgesessen hat.

Wahnhafte Eifersucht

Fest steht, dass der krankhaft eifersüchtige Angeklagte bereits im Frühling 2007 begonnen hatte, seine um vier Jahre jüngere Ehefrau regelmässig zu verprügeln. Im Sommer 2008 schlug er ihr gegen das Gesicht und fügte ihr damit ein blaues Auge zu. Am 6. September versetzte er der Geschädigten einen so genannten Schwedenkuss und brach ihr damit die Nase.

Kurz darauf wurde der brutale Angeklagte in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wo die zuständigen Ärzte beim Angeschuldigten eine seelische Erkrankung verbunden mit massiven Wahnvorstellungen ausfindig machten. So bildete er sich heimliche Liebesabenteuer seiner Frau ein. Ebenso einen Nebenbuhler, der in seine Wohnung eingedrungen und seinen Computer manipuliert haben soll.

Klinik statt Knast

Aufgrund der Diagnose kam der Familienvater seit dem September 2008 nicht mehr frei. Er wird nun weiterhin in einem geschlossen Rahmen behandelt werden. Der Angeklagte hatte im letzten September vor Obergericht eine ambulante Behandlung und somit seine baldige Haftentlassung beantragt. Allerdings vergeblich, da sich ein jüngstes Ergänzungsgutachten für eine stationäre Massnahme ausgesprochen hat.

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