YouTube-Fake: Vater gesucht, Fabel gefunden!
Aktualisiert

YouTube-FakeVater gesucht, Fabel gefunden!

Die attraktive Dänin mit dem herzigen Baby sucht via Video den Vater ihres Kindes: Karen sagt, der Kleine sei bei einem One-Night-Stand ein Jahr zuvor entstanden, und der Mann sei am nächsten Morgen weg gewesen. Doch die Sache hat einen Haken.

von
phi

<i>Quelle: YouTube</i>

Dänemarks Medien sind um eine Erfahrung reicher: Traue nicht jedem x-beliebigen YouTube-Clip. Mehrere Blätter in dem skandinavischen Land hatten über den «Fall» von Karen berichtet, die über das Clip-Portal vermeintlich den Vater ihres frischgeborenen Kindes sucht. Der Wonneproppen heisse August und sei ein Jahr zuvor gezeugt worden, doch die Mutter erinnere sich nicht an den Vater, sagt sie. Den habe sie nämlich zufällig nach einer alkoholgeschwängerten Partynacht getroffen – und beim Aufwachen tags darauf sei er einfach weg gewesen. «Ich weiss nicht mehr, wo du herkommst. Ich weiss nicht mal mehr deinen Namen. Am Ende hatten wir Sex ...»

Innert vier Tagen wurde das Video über eine Millionen Mal angeklickt, doch wer gehofft hatte, hier einen verlorenen Sohn aufzutun, wurde enttäuscht: Wie die Zeitung «Ekstra Bladet» nun herausfand, ist das Ganze ein abgekartetes Spiel der dänischen Tourismusbehörde «VisitDenmark». Die öffentliche Agentur wollte mit diesem «Hoax» offenbar Gäste anziehen, es stellt sich jedoch die Frage: Was für einen Eindruck sollen die Leute denn von dem nordischen Staat bekommen? Will hier jemand Ballermann-Besucher abwerben? Die angebliche Mutter heisst übrigens nicht Karen: Es ist die Aktrice Ditte Arnth Jorgensen, die hier die Suchende spielt.

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