Deutschland: Vater im Schlaf ermordet
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DeutschlandVater im Schlaf ermordet

Weil er seinen 84-jährigen schlafenden Vater ermordet haben soll, muss sich ein 57-Jähriger vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten.

Der Angeklagte Alfred B. schwieg zu den Vorwürfen, nach Justizangaben hat er die Tat allerdings bereits im Laufe des Ermittlungsverfahrens zugegeben. Demnach tötete er seinen Vater, weil dieser die Mutter betrogen und das Geld der Familie für Alkohol und Spielhallenbesuche ausgegeben habe. Zudem habe der Vater ihn im Kindesalter schwer misshandelt.

Ende Dezember 2008 war Alfred B. laut Anklage ins Schlafzimmer des Vaters in Nürnberg gegangen und hatte ihn mit einem Kissen erstickt. Danach soll er die Leiche in die volle Badewanne gebracht haben und kniend den Kopf im Wasser abgelegt haben.

Die später gerufenen Notärzte hatten unter anderem wegen der Lage des Toten Verdacht geschöpft, dass es sich weder um einen Selbstmord noch um einen natürlichen Tod handeln könne, wie sie vor Gericht aussagten. Zudem habe es die Mediziner misstrauisch gemacht, dass es einen längeren Abstand zwischen Todeszeitpunkt und dem Notruf gegeben habe. Der Sohn und die Witwe seien ausserdem völlig gefasst gewesen und hätten auf eine rasche Verbrennung des Toten gedrungen. Die Mutter des Angeklagten ist inzwischen verstorben.

Das Urteil wird für den 20. Oktober erwartet. (dapd)

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