Aktualisiert 01.06.2011 14:53

Familie aus Zürich

Vater nickt ein - Mutter und Tochter tot

Auf der Fahrt in die Ferien in Südfrankreich ist der Vater einer Zürcher Familie kurz eingeschlafen – mit tragischen Folgen. Die vierjährige Tochter und die Mutter starben in seinen Armen.

von
fum

Ein tödlicher Unfall bewegt derzeit die Region rund um Aix-les-Bains, gut 50 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt: Wie die Lokalzeitung «Le Dauphiné Libéré» berichtet, fuhr eine Zürcher Familie – Vater, Mutter und zwei kleine Töchter – frühmorgens auf der zu dieser Zeit wenig befahrenen Autobahn A41. Ziel war Südfrankreich, die Familie wollte sich ein paar Tage Ferien in der mediterranen Hitze gönnen.

Kurz nachdem er einen Lastwagen überholt und vor ihm wieder eingespurt hatte, nickte der Vater ein. «Das Auto hatte zu diesem Zeitpunkt eine Geschwindigkeit von 120 bis 130 km/h», sagt ein Polizist der Gendarmerie von Chambéry gegenüber 20 Minuten Online. So bemerkte der Mann nicht, wie er sich rasend einem weiteren Lastwagen näherte – und mit seinem grosszylindrigen Familienauto in dessen Heck prallte.

«Die beiden Fahrzeuginsassen auf der rechten Seite – die 35-jährige Mutter und ein vierjähriges Mädchen – hatten keine Überlebenschancen, sie verstarben auf der Unfallstelle», so der Polizist. Der Vater habe noch erfolglos versucht, seine Tochter mittels Herz-Kreislauf-Massage zu reanimieren.

Der Vater und eine weitere, zweijährige Tochter kamen mit leichten Verletzungen davon. Sie konnten das Spital noch am selben Tag verlassen. Laut ersten Erkenntnissen der Untersuchungsbehörden seien weder Alkohol noch Drogen im Spiel gewesen. Und auch der Autobahnabschnitt gilt als ungefährlich: «Ich arbeite seit sechs Jahren auf dieser Strecke. Noch nie gab es einen tödlichen Unfall», so der Gendarm.

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