Aktualisiert 04.08.2004 23:47

Vater rettet seine Kinder und ertrinkt in Strömung

Ein 40-jähriger Familienvater konnte gestern Nachmittag bei Wynau BE gerade noch seine beiden Töchter aus den Fluten der Aare ziehen – dann wurde er selbst mitgerissen und ertrank.

Die Familie aus dem Kanton Luzern war auf einer Velotour und machte beim Aarechehr in Wynau im Kanton Bern Rast. Ein lauschiger Ort: Es hat Inseln und das Wasser ist seicht. Aber es gibt einen Wirbel. «Dieser ist sehr gefährlich», sagt Christian Kölliker, Gemeinderat in Wynau. «Obwohl dort ein Warnschild steht, sind schon einige Leute darin ertrunken.»

Als die Töchter (5 und 7 Jahre alt) in einem unbeaufsichtigten Moment ins Wasser sprangen, wurden sie sofort von der Wirbelströmung mitgerissen. Die Eltern hechteten hinterher und konnten ihre Kinder fassen. Auch ihr Riesenschnauzer und ein Passant halfen mit, die Kids in Sicherheit zu bringen. Doch dann verschwand plötzlich der Vater in den Fluten. Um 17 Uhr wurde der Mann unweit des Unfallorts gefunden – tot.

Bei einem weiteren Badeunfall ertrank gestern ein 13-jähriger Knabe in Schmerikon im Oberen Zürichsee.

Denise Schneitter/Philipp Probst

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