Vater schiesst mit Schrotflinte auf Sohn
Aktualisiert

Vater schiesst mit Schrotflinte auf Sohn

Weil sein Sohn zu lange am Computer sass, hat ein Vater im deutschen Horhausen den 16-Jährigen mit einer Schrotflinte niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag berichtete, hatte der Junge am vergangenen Samstag bereits seit längerer Zeit den Computer benutzt. Als der Vater den Jungen zum Abschalten gedrängt habe, sei es zum Streit gekommen. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der 56-Jährige zu einer Schrotflinte gegriffen und dem Jungen in den Kopf geschossen.

Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund berichtete, wurde der 16-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Er befand sich am Montag ausser Lebensgefahr. Der 17-jährige Bruder des Verletzten konnte den Vater entwaffnen und die Polizei verständigen. Diese nahm den Schützen, der sich in seinem Schlafzimmer eingeschlossen hatte, kurz darauf fest. Das Amtsgericht Koblenz erliess gegen ihn Haftbefehl wegen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen.

Der Vater habe nur geschossen, um die Nutzung des Computers durch seinen Sohn zu beenden, stellte das Gericht fest. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen den 56-jährigen Schützen auch wegen Verstoss gegen das Waffengesetz ermittelt. Der Mann habe die Waffe offenbar aus Spanien importiert, aber nicht in Deutschland angemeldet. Der Beschuldigte habe längere Zeit in Spanien gelebt und dort auch einen Waffenschein erworben. (dapd)

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