Familiendrama in Baden-Württemberg: Vater tötet seinen Sohn und zwei Erwachsene
Aktualisiert

Familiendrama in Baden-WürttembergVater tötet seinen Sohn und zwei Erwachsene

Ein Mann, eine Frau und ein sechsjähriges Kind wurden in einem Wohnhaus erschossen. Die Polizei fahndet mit einem Foto nach dem Vater des getöteten Jungen.

von
nag
Mit diesem Fahndungsfoto sucht die Polizei Tuttlingen nach dem Tatverdächtigen: Es handelt sich um den 40-jährigen Kroaten namens Drazen Dakic. (Bild: dpa)

Mit diesem Fahndungsfoto sucht die Polizei Tuttlingen nach dem Tatverdächtigen: Es handelt sich um den 40-jährigen Kroaten namens Drazen Dakic. (Bild: dpa)

Bei einem Familiendrama in Baden-Württemberg sind ein Mann, eine Frau und ein Sechsjähriger erschossen worden. Man gehe von einer Beziehungstat aus, sagte heute ein Sprecher der Polizei Tuttlingen.

Die Ermittler fahnden nach dem Vater des erschossenen Jungen. Der 40-jährige Kroate ist auf der Flucht. Die Polizei startete eine öffentliche Fahndung mit Foto.

Eine Überlebende

Bei der Bluttat am späten Donnerstagabend gab es eine Überlebende: Der Mutter des Sechsjährigen gelang nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die Flucht aus ihrer Wohnung, als der Mann zu schiessen begann.

In der Wohnung blieben ihr sechsjähriger Sohn, ein 34-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau zurück – alle drei starben. Die beiden getöteten Erwachsenen sind laut Polizei Bekannte des Täters.

Der Mann und der Sechsjährige waren beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits tot. Die in der Wohnung zurückgebliebene Frau starb während der ärztlichen Behandlung an ihren Verletzungen.

Nachbarn mussten in ihren Häusern bleiben

Die Polizei war seit dem Abend mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Die Lage in dem kleinen Ort mit rund 3500 Einwohnern sei in der Nacht sehr unübersichtlich gewesen. Die Beamten konnten zunächst nicht ausschliessen, dass sich der Täter noch in der Nähe aufhielt. Daher durften Nachbarn vorübergehend ihre Häuser nicht verlassen oder nach Hause gehen.

Die Polizei startete eine öffentliche Fahndung mit Foto nach dem 41-jährigen Tatverdächtigen. Zudem wurden die Nachbarländer in die Fahndung eingebunden. Die Behörden in Österreich, Frankreich und der Schweiz seien ebenso wie das Nachbarbundesland Bayern unterrichtet worden, sagte Ermittlungsleiter Rolf Straub.

Das mutmassliche Fluchtfahrzeug sei unterdessen gefunden worden, sagte der Ermittlungsleiter. Das sei nun der Fahndungsschwerpunkt. «Wir haben (im Moment) leider keine Hinweise auf den Aufenthalt.» (nag/sda)

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