Aktualisiert 23.02.2013 14:11

Familiendrama

Vater tötet Töchter und rast in den Tod

Die deutsche Polizei rätselt über den Tod eines 42-jährigen Mannes, der seine beiden Töchter umgebracht haben soll und anschliessend als Geisterfahrer in den Tod gefahren ist.

Ein Familienvater soll in der Nähe von Köln seine beiden Töchter umgebracht haben - und raste anschliessend als Geisterfahrer in den Tod. Staatsanwaltschaft und Polizei rätselten am Samstag über die Zusammenhänge der beiden Vorfälle und das Motiv des 42-Jährigen.

Der Mann lebte von seiner Frau getrennt. Nachbarn berichteten von Streitigkeiten. Am Freitag hatte der Vater in Erftstadt auf die zwei und vier Jahre alten Mädchen aufgepasst, die bei ihrer 36-jährigen Mutter wohnten. Als die Frau heimkam, entdeckte sie die Leichen der beiden, teilte eine Sprecherin der Polizei am Samstag mit.

Knapp am Tod vorbeigerauscht

Wie die Kinder ums Leben kamen, ist noch unklar. «Wir warten noch die Obduktionen ab», sagte die Polizeisprecherin.

Bild des Grauens

Etwa zur selben Zeit, als die Mutter ihre toten Kinder entdeckte, verursachte der Familienvater einen schweren Unfall auf der Autobahn 61 bei Bonn: Er rammte als Geisterfahrer frontal und mit Absicht einen entgegenkommenden Laster. Weitere Autos rasten in die Wracks.

Mindestens ein Autofahrer wurde schwer verletzt, der Lastwagenfahrer leicht. Den Rettungskräften bot sich auf der Autobahn ein Bild des Grauens. Über fast 100 Meter lagen die Trümmerteile verteilt.

Der Geisterfahrer war sofort tot. Dass es sich um denselben Mann handelte, der die Bluttat in Erftstadt begangen haben soll, fand die Polizei kurz darauf heraus. Die Mutter der getöteten Kinder erlitt einen schweren Schock und wird psychologisch betreut. (sda)

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