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RabenvaterVater tötet und verbuddelt Tochter

Ein 32 Jahre alter Mann ist unter dem Verdacht festgenommen worden, seine dreijährige Tochter in Köln getötet und vergraben zu haben.

Seit zwei Wochen suchen Ermittler der Mordkommission mit Schaufeln und einem Bagger in einem Waldstück in Köln-Merkenich nach der Leiche des Kindes, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die Ermittlungen der Polizei waren durch eine Anzeige der 25-jährigen Mutter des Kindes in Gang gekommen. Sie hatte ihren Ehemann wegen Entziehung der gemeinsamen Tochter angezeigt. Der 32-Jährige hatte ihr erzählt, er habe die Tochter schon vor längerer Zeit in sein Heimatland Ghana geschickt. Doch kamen der Polizei bei ihren Ermittlungen schnell Zweifel: Denn die für die Einreise des Kindes in Ghana erforderlichen Dokumente waren von den Behörden nicht ausgestellt worden. Ausserdem hatte die Mutter berichtet, der 32-Jährige habe sie und ihre Tochter mehrfach misshandelt.

Die Polizei stoppte ihre Ermittlungen auch nicht, als im April über Bekannte des Paares die Nachricht kam, das Kind sei in Ghana an Malaria gestorben. Tatsächlich erwiesen sich die Sterbedokumente, die der Deutschen Botschaft in Accra vorgelegt wurden, laut Polizei als Fälschungen. An dem in der Sterbeurkunde verzeichneten Sterbeort habe man die Dreijährige, die alleine schon wegen ihrer hellen Hautfarbe aufgefallen wäre, nie gesehen, berichtete die Polizei.

Als die Ermittler erfuhren, dass sich der 32-Jährige aus Deutschland absetzen wollte, nahmen sie ihn am 6. November fest. Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen. Doch untermauern nach Angaben der Polizei eine Reihe von Indizien den Verdacht der Behörden. So wurden auf dem Computer des Tatverdächtigen Bilder eines Waldgeländes in Köln-Merkenich gefunden. Dort - in der Nähe seines Arbeitsplatzes - - entdeckte die Polizei auch eine Spitzhacke aus einem Baumarkt, in dem der Tatverdächtige nach polizeilichen Ermittlungen bereits früher einkauft hat.

Die Polizei vermutet, dass der 32-Jährige die Leiche des Kindes Anfang September wieder ausgraben wollte. Doch scheiterte dieses Vorhaben nach Einschätzung der Ermittler an landschaftlichen Veränderungen, die durch den Bau einer Pipeline entstanden waren und die Auffindung des Leichnams erschwerten. Die Polizei will die Suche nach dem Grab des Kindes dennoch fortsetzen. (dapd)

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