South Carolina: Vater vergräbt seine fünf Kinder in Müllsäcken
Aktualisiert

South CarolinaVater vergräbt seine fünf Kinder in Müllsäcken

Eine Verkehrskontrolle in den USA bringt ein Familiendrama ans Licht: Ein Vater soll seine fünf Kinder umgebracht und verscharrt haben. Sein Motiv ist noch unklar.

Ein wegen Alkohols am Steuer angehaltener Autofahrer in den USA hat sich als mutmasslicher Mörder seiner fünf Kinder entpuppt. Bei der Verkehrskontrolle im Staat Mississippi fielen den Beamten ein starker Geruch nach Chemikalien sowie Blutspuren im Auto auf, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Der 32-Jährige habe die Ermittler schliesslich selbst zu dem Ort nahe Camden in Alabama geführt, wo er die Leichen der fünf Kinder im Alter zwischen einem und acht Jahren in Müllsäcken verscharrt hatte.

Mutter hatte Kinder als vermisst gemeldet

Der Mann aus dem Bundesstaat South Carolina sitzt nun unter Mordverdacht in Mississippi in Haft. Das Motiv der Tat war zunächst nicht klar. Auf welche Weise die Kinder ums Leben kamen, blieb ebenfalls unbekannt. Die Mutter, die von dem 32-Jährigen geschieden ist und sich mit ihm das Sorgerecht teilte, hatte die Kinder am 3. September als vermisst gemeldet.

Bei der Verkehrskontrolle in Mississippi wurden die Beamten auf das Fahndungsgesuch der Polizei aus South Carolina aufmerksam. Der Mann habe die fünf Kinder vermutlich in South Carolina getötet und sei dann stundenlang gefahren, um die in einzelne Müllsäcke verpackten Leichen in einer ländlichen Gegend von Alabama zu vergraben, sagte der Bezirksstaatsanwalt von Wilcox County in Alabama, Michael Jackson, der Nachrichtenagentur AP.

Spuren von Blut und Körperflüssigkeiten

Im Auto des Mannes fanden Ermittler neben Spuren von Blut und Körperflüssigkeiten den Angaben zufolge auch chemische Substanzen, die zur Herstellung von Drogen wie synthetischen Marihuanas verwendet werden.

Der 32-Jährige wurde von früheren Nachbarn in South Carolina als streitsüchtig und «Spinner» beschrieben. Die Kinder seien oft in schmutzigen Sachen herumgelaufen und immer im Haus gewesen, sagte eine Anwohnerin in dem Ort Batesburg-Leesville.

Der Mann habe gesagt, er glaube nicht an das öffentliche Schulsystem. Vor zwei Jahren war die Ehefrau und Mutter mit einem Nachbarn zusammengezogen, der Mann sei daraufhin mit seinen Kindern aus Batesburg-Leesville weggezogen, hiess es weiter.

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