06.07.2016 17:06

AustralienVater zündet Hanfpflanzen an – Sohn ruft Polizei

Entrüstet über eine Vergeltungsaktion seines Vaters, macht ein junger Cannabis-Gärtner das Dümmste, was man tun kann: Er offenbart sich den Gesetzeshütern.

von
mlr
Nichts mehr zu rauchen: Ein Vater zerstörte die Hanfplantage seines Sohnes.

Nichts mehr zu rauchen: Ein Vater zerstörte die Hanfplantage seines Sohnes.

Keystone/AP/Brennan Linsley

Ein junger Australier hat in einem Moment grössten Zorns kurz den Verstand verloren: Weil sein Vater seine Cannabis-Plantage verbrannte, informierte der Mann die Polizei.

Wie der «Guardian» berichtet, rückten die Beamten am Dienstagabend zu einem Haus in der Kleinstadt Humpty Doo im Northern Territory aus. Dort trafen sie auf den «ungehaltenen und wutentbrannten» Anrufer. Er habe einen Streit mit seinem Vater gehabt, so der entrüstete Mann. Daraufhin habe dieser in einem Akt der Vergeltung die wertvollen Hanfpflanzen ins Feuer geworfen, zitiert die Zeitung die Polizistin Louise Jorgensen. «Der Sohn fand das falsch und alarmierte die Polizei», sagte die Beamtin.

Keine Beweise

Die Polizisten fragten den Mann, ob er wisse, dass der Besitz von Cannabis illegal sei. «Doch er schien zu glauben, dass die Zerstörung desselben wesentlich schlimmer war als sein eigenes Vergehen», berichtete Jorgensen. Zwar habe die Polizei die Order, bei «persönlichem Gebrauch» nur eine Busse zu verhängen, der Anbau, Verkauf und Konsum seien aber gegen das Gesetz.

Ironie der Geschichte: Gegen den Hobbygärtner konnte keine Anklage erhoben werden. «Die Beweismittel wurden zerstört. Genauso wie die Reputation des Mannes», fasste Jorgensen zusammen.

Der Polizei zufolge haben sich Vater und Sohn häufiger gestritten. Der junge Mann lebt nun bei Verwandten.

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