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Ex-ExkommunikationVatikan begnadigt Holocaust-Leugner

Der Vatikan hat die Exkommunikation fundamentalistischer Bischöfe des früheren Erbischofs Marcel Lefebvre rückgängig gemacht. Er berücksichtigte dabei die Holocaustleugnung eines der Bischöfe nicht.

Das Dekret war bereits am 21. Januar im Namen von Papst Benedikt XVI. durch den Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Giovanni Battista Re, unterzeichnet worden.

Es hebt die Exkommunikation der Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galaretta auf, die der Bruderschaft Pius X. mit Sitz in Ecône VS angehören.

Der Brite Richard Williamson fiel in der Vergangenheit als Holocaust-Leugner auf. In einem Interview mit einem schwedischen Fernsehsender sagte er, er denke dass 200 000 bis 300 000 Juden in den Konzentrationslagern der deutschen Nationalsozialisten starben, «aber nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern».

Im Jahr 1988 war eine Einigung zwischen der Priesterbruderschaft Pius X. und dem damaligen Kurienkardinal Joseph Ratzinger geplatzt, der «Dissident» Lefebvre weihte die vier Personen trotz der Warnungen des Vatikans zu Bischöfen. Lefebvre und die Geweihten wurden daraufhin exkommuniziert.

(sda)

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