Luzern: VBL gegen Littering, Lärm und Essen
Aktualisiert

LuzernVBL gegen Littering, Lärm und Essen

Stinkende Kebabs, laute Musik und versperrte Sitzplätze: Damit soll in den Bussen der VBL jetzt Schluss sein. Nur: Sünder können gar nicht gebüsst werden.

von
Markus Fehlmann
Fehlverhalten von Passagieren macht eine VBL-Hausordnung nötig. (Foto: mer)

Fehlverhalten von Passagieren macht eine VBL-Hausordnung nötig. (Foto: mer)

«Von Kaugummis auf den Polstern bis hin zu halben Sandwiches zwischen den Sitzen erleben wir im Alltag alles», sagt VBL-Sprecherin Silja Husar. Ausserdem gebe es immer wieder Reklamationen von Passagieren, die sich gestört fühlten, wenn zum Beispiel laut Musik gehört wird. Jetzt haben die VBL darauf reagiert und eine Hausordnung ausgearbeitet. Diese hängt ab sofort in allen Bussen und beinhaltet ein klares Ess- und Trinkverbot. Zudem werden die Passagiere unter anderem dazu ermahnt, freie Sitzplätze nicht mit Gepäck zu besetzen und Abfälle zu entsorgen.

Doch: Wer sich nicht an den Bus-Knigge hält, hat vorderhand nichts zu befürchten. Gemäss Husar wird das VBL-Personal bei Billettkontrollen Fahrgäste zwar auf ein allfälliges Fehlverhalten hinweisen. «Aus rechtlichen Gründen können wir aber niemanden büssen», so Husar. Bei groben Verschmutzungen oder Schäden jedoch können gemäss Haftpflichtrecht die Täter angezeigt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Die VBL sind dennoch überzeugt von der Massnahme. Husar: «Je mehr Passagiere sich daran halten, desto eher kommt auch die Zivilcourage zum Zug.» Ob dies der Fall sein wird, ist fraglich, wie die untenstehende Umfrage von 20 Minuten zeigt.

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