ÖV-Ausbau: VBL kaufen 17 neue Doppelgelenkbusse
Aktualisiert

ÖV-AusbauVBL kaufen 17 neue Doppelgelenkbusse

Das neue ÖV-Konzept Agglomobil tre sieht vor, dass auf drei weiteren VBL-Linien Doppelgelenkbusse im Einsatz sind. Künftig beträgt die Flotte dieser Busse stolze 35 Fahrzeuge.

von
gwa
So soll das Busperron in Richtung Seebrücke beim Bahnhof umgestaltet werden. Weil einige Linien zusammengelegt werden, müssen die Passagiere nicht mehr umsteigen, die Busse können direkt weiterfahren - und so entsteht mehr Kapazität am Bahnhof für die Busse.

So soll das Busperron in Richtung Seebrücke beim Bahnhof umgestaltet werden. Weil einige Linien zusammengelegt werden, müssen die Passagiere nicht mehr umsteigen, die Busse können direkt weiterfahren - und so entsteht mehr Kapazität am Bahnhof für die Busse.

«Das System RBus wird in Luzern zukünftig die Rolle des Trams übernehmen», sagt der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Luzern (VVL), Daniel Meier. Der Doppelgelenktrolleybus, der seit knapp einem Jahr auf der Linie 1 verkehrt, hat sich bewährt: Er soll ab Dezember 2016 auch auf der Linie 2 (Luzern Bahnhof–Emmenbrücke Sprengi) eingesetzt werden.

«Zu diesem Zeitpunkt werden am Seetalplatz der neue Bushub, die neue Linienführung auf separaten Busspuren via Bahnhof Emmenbrücke und die dafür erforderliche Trolleybus‐Fahrleitung in Betrieb genommen», so Meier. Später sollen auch die Linien 8 (Hirtenhof–Luzern Bahnhof–Würzenbach) und 12 (Luzern Bahnhof–Littau Gasshof) mit dem grösseren Bus bedient werden. Mit den verschiedenen Massnahmen des ÖV-Konzepts Agglomobil tre soll die Kapazität auf den wichtigsten Linien um 20 Prozent erhöht werden.

Total 35 Doppelgelenkbusse

Die VBL werden zunächst neun Doppelgelenkbusse beschaffen, die ab Ende 2016 auf der Linie 2 zum Einsatz kommen. Für die anderen genannten Linien werden später acht weitere gekauft. Die 17 neuen Busse kosten laut VBL-Angaben etwas mehr als 20 Millionen Franken. Im Einsatz sind heute auf der Linie 1 bereits 12 solche Busse. Künftig besteht die Flotte der VBL-Doppelgelenkbusse aus stolzen 35 Fahrzeugen. Hintereinander parkiert hätten die Busse eine Gesamtlänge von 875 Metern.

Zahl der Durchmesserlinien wird erhöht

In Zukunft sollen deshalb auch vermehrt Buslinien verknüpft werden, wodurch neue Durchmesserlinien entstehen. «Dadurch wird das ÖV‐System besser vernetzt und die Fahrgäste profitieren von einer umsteigefreien Fahrt innerhalb der dicht bebauten Stadt und Agglomeration Luzern», so der VVL-Geschäftsführer. Zuerst soll dies mit den Linien 20 und 24 geschehen: Durch die Verknüpfung entsteht eine direkte Verbindung Horw–Luzern

–Meggen. Später sollen die Linien 8 und 12 verbunden werden und so eine Fahrt zwischen Würzenbach und Littau ohne Umsteigen ermöglichen.

Damit die Durchmesserlinien überhaupt eingeführt werden können, sind Bauarbeiten am Bahnhof nötig. So sollen auf dem Bahnhofplatz bei der Hauptpost zwei neue Durchmesserperrons gebaut werden. Weiter brauche es Trolleybus-Fahrleitungen vom Kreuzstutz nach Littau.

Einheitliche Takte und Fahrpläne

Schliesslich sollen mit dem neuen Konzept auch gleiche Standards für alle gelten: Damit keine ÖV-Benützer benachteiligt werden, will der VVL für vergleichbare Quartiere zudem einheitliche Takte und Betriebszeiten einführen.

Behörden und Interessenverbände können nun bis Anfang Juli Stellung nehmen zum vorliegenden Agglomerationsprogramm. Im Herbst will der VVL schliesslich den Schlussbericht zum Agglomerationsprogramm präsentieren. Anschliessend fliessen die Resultate in den ÖV‐Bericht 2018 bis 2021, in das Strassenbauprogramm 2019 bis 2022 und die nationale Bahnplanung (STEP) ein. Bei den VBL ist das erste Fazit schon mal positiv: «Die Stossrichtung des Programms stimmt. Damit können Pünktlichkeit und Komfort erhöht werden», sagt Sprecher Christian Bertschi.

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