ÖV Luzern: VBL wehren sich gegen Sparmassnahmen

Aktualisiert

ÖV LuzernVBL wehren sich gegen Sparmassnahmen

Rund 10 Millionen Franken muss der ÖV von 2015 bis 2017 sparen. Die VBL und weitere Unternehmen wehren sich nun gegen das geplante Sparpaket: Die Einsparungen seien verheerend.

von
gwa
Das geplante Sparpaket könnte die Verlängerung der Linie 1 um zwei Jahre verzögern.

Das geplante Sparpaket könnte die Verlängerung der Linie 1 um zwei Jahre verzögern.

Das angekündigte Sparpaket «Leistungen und Strukturen II» des Regierungsrats sorgt bei den Transportunternehmen für rote Köpfe: Zwar hat man Verständnis dafür, dass angesichts der finanziellen Lage des Kantons auch der ÖV sparen muss. Aber: «Der Umfang der verlangten Einsparungen ist jedoch verheerend», teilten die VBL am Donnerstag mit. Mit den Abbaumassnahmen werde die bisherige Aufbauarbeit grundsätzlich in Frage gestellt. Langfristig könne man eine Steigerung des ÖV-Angebots um bis zu 40 Prozent nicht erreichen - so stark soll die Mobilitätsnachfrage bis ins Jahr 2030 ansteigen.

Die VBL haben ihre Hausaufgaben in den letzten Jahren gemacht: «Trotz Angebotsausbau konnte in den Jahren 2009 bis 2013 der durchschnittliche Kostendeckungsgrad bei VBL sukzessive erhöht werden», teilte das Unternehmen mit. Während das Unternehmen 2003 noch von der öffentlichen Hand mit 75 Rappen pro Passagier abgegolten wurde, ist diese Zahl bis ins Jahr 2013 auf 49 Rappen pro Passagier gesunken. 23,5 Millionen Franken erhielt das Unternehmen 2013 - 2,3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Kantonsrat entscheidet im Herbst

Ob der ÖV von 2015 bis 2017 tatsächlich rund 10 Millionen sparen muss, ist derzeit noch unklar: Der Kantonsrat wird im kommenden Herbst darüber entscheiden, wie viel Geld eingespart werden soll und welche Bereiche wie stark betroffen sind. Bereits jetzt fordern die VBL aber den Regierungsrat auf, die geplanten Massnahmen «kritisch zu reflektieren» und bieten ein Gespräch am runden Tisch an.

Bereits am Dienstag warnten die VBL vor dem geplanten Sparpaket: Dieses könne die Einführung der Tangentiallinie Kriens-Emmenbrücke und die Verlängerung der Linie 1 bis zum Bahnhof Ebikon um rund zwei Jahre verzögern.

Deine Meinung