Leider nein: VBS erteilt «Achtung, fertig, WK!» eine Abfuhr

Aktualisiert

Leider neinVBS erteilt «Achtung, fertig, WK!» eine Abfuhr

Das VBS unterstützt «Achtung, fertig, WK!» nicht. Es fürchtet nach der äusserst erfolgreichen ersten Komödie offenbar um seinen Ruf.

von
Lorena Sauter

«Achtung, fertig, WK!» steht in den Startlöchern. Noch bevor die erste Klappe fällt, muss Produzent Lukas Hobi eine Schlappe hinnehmen. Denn: Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zeigt dem Charlie-Sequel die kalte Schulter: «Die ‹Achtung, fertig, WK!›-Macher haben einen Antrag gestellt. Doch wir lehnten ab», sagt Daniel Reist, Chef Kommunikation Verteidigung gegenüber 20 Minuten.

Leistungen im Wert von rund 250'000 Franken waren laut Reist ein zu hoher finanzieller Aufwand. Und auch das Drehbuch missfiel dem VBS: «Die Armee hat sich im Drehbuch nicht wiedererkannt», so Reist. Eine Überraschung? Bei «Achtung, fertig, Charlie!» war das VBS noch mit an Bord. Schon vor zehn Jahren aber gab es Misstöne. Das VBS sah sich offenbar nicht richtig dargestellt. Zu komödiantisch, wurde gemunkelt. Reist gibt sich diplomatisch: «Schon damals gab es positive und negative Stimmen aus der Armee zum Film.»

Produzent Lukas Hobi hat 2.5 Millionen Franken – 800'000 Franken allein vom Bundesamt für Kultur – budgetiert. Wie stopft er jetzt das Loch in der Kasse? «Wir sind es gewohnt, Dinge für Filme nachzustellen. Dass Elemente dazukommen und wegfallen, ist ein normaler Prozess», sagt er. «Zum Glück arbeiten wir effizienter als die Armee. Sonst wären unsere Filme so teuer wie die Gripen.»

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