Resultate im April: VBS sucht nach geeigneten Asylunterkünften
Aktualisiert

Resultate im AprilVBS sucht nach geeigneten Asylunterkünften

Das VBS muss gemäss Auftrag des Bundesrates rasch 600 Plätze für Asylsuchende bereitstellen. Doch die Suche dauert noch an. Erst nach Gesprächen mit Kantonen und Gemeinden soll entschieden werden.

Die Gebirgsunterkunft Tiefenbach der Schweizer Armee hoch auf dem Furkapass: Für das VBS ein möglicher Ort, um Asylbewerber unterzubringen. (Bild: SF)

Die Gebirgsunterkunft Tiefenbach der Schweizer Armee hoch auf dem Furkapass: Für das VBS ein möglicher Ort, um Asylbewerber unterzubringen. (Bild: SF)

Das Verteidigungsdepartement (VBS) kommuniziert erst in einigen Wochen, welche Armeeunterkünfte definitiv für Asylsuchende zur Verfügung gestellt werden. Momentan klärt das VBS mit den Kantonen und Gemeinden die möglichen Standorte ab.

«Mit ersten Ergebnissen ist ab Anfang April zu rechnen», sagte VBS-Sprecherin Sonja Margelist am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das Departement sei in Abklärungen mit betroffenen Kantonen und Gemeinden. Die definitiven Standortentscheide würden erst kommuniziert, wenn das VBS mit den Verantwortlichen vor Ort Gespräche geführt habe.

Insgesamt 4000 Plätze für Asylsuchende

Der Bundesrat hatte vergangene Woche das VBS beauftragt, bis in einem halben Jahr Unterkünfte für 2000 Asylsuchende bereitzustellen. Drei Unterkünfte mit je 200 Plätzen muss das Verteidigungsdepartement gemäss dem Auftrag «so rasch wie möglich» zur Verfügung stellen.

Bis Ende 2013 soll das VBS weitere 2000 Asylplätze für mindestens drei Jahre anbieten.

Liste nicht für Öffentlichkeit

Zu reden gab eine in der Sendung «10vor10» publizierte Liste aus dem VBS. Gemäss dieser bezeichnete das Departement von SVP-Bundesrat Ueli Maurer Militärunterkünfte an 32 Standorten als denkbare Asylunterkünfte.

Laut Margelist handelte es sich bei dieser Liste um ein Papier für die Staatspolitische Kommission des Nationalrates. Für die Öffentlichkeit seien die Angaben nicht bestimmt gewesen. Man habe Spekulationen und verfrühte Diskussionen in den betroffenen Gemeinden vermeiden wollen. (sda)

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