Eco-Drive-Kurs: VBSG-Chauffeure lernen, das Gaspedal zu streicheln

Aktualisiert

Eco-Drive-KursVBSG-Chauffeure lernen, das Gaspedal zu streicheln

Die neuen Busse schlucken mehr Diesel als die alten. Deshalb schicken die VBSG ihre Chauffeure nun in einen Eco-Drive-Kurs. Damit soll aber nicht nur Sprit gespart werden, sondern auch der Komfort für die Passagiere erhöht werden.

von
Sascha Schmid

Normalerweise verbrauchen neue Fahrzeuge weniger Sprit als alte. Bei den neuen Bussen der VBSG ist das jedoch anders – sie sind durstiger als ihre Vorgänger, weil sie länger und damit schwerer sind und weil sie über eine Klimaanlage und Partikelfilter verfügen. Zudem verbrauchen Busse mit tiefen Schadstoffwerten erfahrungsgemäss mehr Sprit. «Alles hat eben zwei Seiten», so Ralf Eigenmann, Leiter der VBSG.

Damit die Dieselrechnung nicht explodiert, schicken die Verkehrsbetriebe ihre Chauffeure ab Mitte November in einen Eco-Drive-Kurs. Dort sollen sie lernen, wie man spritsparender fährt. «So lassen sich die Treibstoffkosten um fünf bis zehn Prozent senken», weiss Kursleiter Hugo Solothurnmann. Bei einem Dieselverbrauch von bis zu 50 Liter auf 100 Kilometer macht dies einiges aus.

Profitieren von der Weiterbildung sollen aber auch die Passagiere. Die Fahrer lernen nämlich vornehmlich das flüssige Fahren – «Rennstarts» und Vollbremsungen sollten damit der Vergangenheit angehören. «Ruhigere Fahrweise senkt den Verbrauch und erhöht gleichzeitig den Komfort für die Passagiere», so Eigenmann.

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