Beschädigte Busse : VBZ installiert mehr Kameras gegen Vandalen
Aktualisiert

Beschädigte Busse VBZ installiert mehr Kameras gegen Vandalen

Beschädigungen an den Zürcher Trams, Bussen und Haltestellen haben stark zugenommen – das kostet die VBZ jeweils tausende von Franken.

von
Maja Sommerhalder
Eingeschlagene Scheiben und Sprayereien: Vandalismus an Haltestellen und Trams hat im letzten Halbjahr stark zugenommen.

Eingeschlagene Scheiben und Sprayereien: Vandalismus an Haltestellen und Trams hat im letzten Halbjahr stark zugenommen.

In Zürich werden derzeit auffällig viele Trams, Busse und Wartehäuschen beschädigt: Die VZB haben im ersten Halbjahr 2013 schon 59 Vandalismusfälle registriert – 2012 waren es im gleichen Zeitraum nur 38. «Wir können uns diese Zunahme nicht erklären», so Jürg Widmer, Leiter Betrieb VBZ: «Besonders viele Sprayer sind derzeit unterwegs.»

Diese sprayen aber laut Widmer keine schmucken Graffitis, sondern meist undefinierbare Sudeleien: «Diese zu entfernen kostet uns jeweils tausende von Franken.» Ein Tram zu reinigen daure zwei Tage und bei den Billettautomaten müssten oft ganze Teile ausgewechselt werden.

Mehr Stoppunfälle trotz Kampagne

«Die Täter schlagen oft nachts zu und werden deshalb selten erwischt», so Widmer. Deshalb installiere die VBZ nun zusätzliche Kameras in den Trams, Bussen und bei den Haltestellen: «Alles überwachen können wir natürlich nicht.»

Mit einer Plakatkampagne und Sicherheitstrainings versuchen die VBZ auch Stoppunfälle zu verringern. Trotzdem wurden von Januar bis Juli 104 Personen bei einem Notstopp verletzt, im ersten Halbjahr 2012 waren es nur 84. Widmer: «Wir starteten unsere Kampagne erst in diesem Mai. Nun hoffen wir, dass sich die Leute im Tram und in den Bussen besser festhalten und Kinderwagen richtig sichern.»

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