29.04.2019 02:51

Labrador gerettetVBZ-Kontrolleur fängt Hund mit Hosengurt ein

Ein Kontrolleur hat mit seinem Hosengurt einen in Panik geratenen Hund eingefangen. Es ist bereits das zweite Mal, dass er einem entlaufenen Tier so half.

von
tam
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Diesen in Panik geratenen Labrador hatte VBZ-Mitarbeiter Roger K. am Donnerstagabend gerettet.

Diesen in Panik geratenen Labrador hatte VBZ-Mitarbeiter Roger K. am Donnerstagabend gerettet.

Leser-Reporter
Der Hund war auf der Europabrücke hin und her gerannt.

Der Hund war auf der Europabrücke hin und her gerannt.

Christian Beutler
«Einmal haben nur zwei Meter gefehlt und er wäre unters Auto gekommen», berichtet ein Leser-Reporter.

«Einmal haben nur zwei Meter gefehlt und er wäre unters Auto gekommen», berichtet ein Leser-Reporter.

Keystone/Gaetan Bally

Beherzt hat ein Kontrolleur der Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) eingegriffen, als letzte Woche plötzlich ein herrenloser Hund auf der Europabrücke hin und her rannte. «Einmal haben nur zwei Meter gefehlt und er wäre unters Auto gekommen», berichtet ein Leser-Reporter, der bei der Haltestelle Tüffenwies auf den Bus wartete. Doch dann sei es dem Mitarbeiter gelungen, den Hund einzufangen. «Das nenne ich mal eine freundliche und eine tolle Aktion.»

Wie konnte der VBZ-Mitarbeiter den in Panik geratenen Hund aus seiner misslichen Lage befreien? Er fing das herrenlose Tier mit seinem Hosengurt ein – nicht das erste Mal, wie der hilfsbereite Kontrolleur Roger K.* auf Anfrage von 20 Minuten erzählt. Bereits vor einigen Jahren hat er beim Escher-Wyss-Platz so einen Rottweiler eingefangen. «Klar hatte ich auch dieses Mal wieder ein bisschen Angst, dass er zuschnappt. Aber dieses Risiko nahm ich in Kauf, um das hilflose Tier zu retten.»

«Ich musste ihn fest zurückhalten»

Ohne lang nachzudenken, zog er am Donnerstagabend seinen Hosengurt ab und formte damit eine Schlaufe. Dann versuchte er das entlaufene Tier anzulocken, indem er ihm pfiff und zurief. «Irgendwann hörte es auf mich, kehrte um und kam auf mich zu.» Das habe aber sicher fünf Minuten gedauert. Als der durchnässte Labrador an ihm vorbeirannte, legte er ihm die Schlaufe um den Hals und konnte ihn so stoppen. «Ich musste ihn fest zurückhalten. Er zog ziemlich.»

Von den Besitzern fehlte weiterhin jede Spur. So brachte K. den Hund weg vom Verkehr und wartete. Etwa zehn Minuten später tauchte ein Paar auf, das den Hund gesucht hatte. Er sei ihnen auf der Werdinsel abgehauen. «Sie waren gottenfroh, dass ich sofort gehandelt habe.»

*Name der Redaktion bekannt

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