VCS erhält für Einsprachen Geld

Aktualisiert

VCS erhält für Einsprachen Geld

Der VCS kassiert nach der Erledigung von Einsprachen gegen Grossprojekte bei den Investoren Zehntausende von Franken. Auch Bussen sind vorgesehen.

In den letzten Jahren handelte der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) nach der Einigung über seine Einsprachen Summen von bis zu 20 000 Franken mit den Bauherren aus. Für Ständerat Hans Hofmann (SVP, ZH), der das Verbandsbeschwerderecht einschränken will, sind solche Zahlungen «eine Art Erpressung». Der VCS verteidigt sich: «Es handelt sich um Kosten für Anwälte oder Expertisen», sagt VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag». Die Zahlungen seien Teil einer aussergerichtlichen Abmachung, der beide Seiten zugestimmt hätten. Der VCS lasse sich nicht für einen Rückzug der Einsprache bezahlen: «Wir sind nicht käuflich.»

Problematisch sind selbst für Teuscher die vereinbarten Bussen bei Nichteinhalten von Abmachungen, die ebenfalls dem VCS zugute kämen: «Diese Gelder müssen zugunsten der Umwelt eingesetzt werden.» Die Konventionalstrafen sind gemäss Teuscher aber wichtig, damit die Investoren die Verträge auch einhalten.

(SDA/alk)

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